Namensliste

– M –

Biographie

Dan Morgenstern

geb.1929 in München/D wuchs in Wien auf. 1938 Flucht über Dänemark in die USA. Er ist ein führender amerikanischer Jazzforscher, -historiker und –kritiker und Sohn des österreichischen jüdischen Dichters Soma Morgenstern. Von 1953 bis 1956 studierte er an der Brandeis University. 1958–1961 schrieb er für Jazz Journal und wurde 1961 Herausgeber von Metronome, 1962 und 1963 von der Zeitschrift Jazz und zwischen 1964 und 1973 von Down Beat (zuerst New York-Herausgeber, dann ab 1967 Herausgeber). Nachdem er schon zuvor gelegentlich Vorlesungen über Jazz gehalten hatte (Johns Hopkins University, Brooklyn College, New York University u. a.), wurde er 1976 Leiter des Institute for Jazz Studies (IJS) an der Rutgers University, wo er durch systematisches Sammeln von Musiker-Nachlässen eine der bedeutendsten Jazz-Sammlungen der Welt aufbaute. 2012 ging er als Direktor in den Ruhestand. Er ist Mitgründer des Jazz Institutes in Chicago. Zwischen 1961 und 1966 leitete er die Jazzkonzerte Jazz in the Garden im Museum of Modern Art in New York City. Außerdem zeichnete er als Herausgeber von Schallplatten-Reissues. Als Jazz-Journalist war bzw. ist er auch für die New York Post, die Chicago Sun-Times, das japanische Swing Journal und das englische Jazz Journal tätig. Er ist Mitherausgeber der Annual Review of Jazz Studies und der Buchreihe (IJS und Scarecrow Press) Studies in Jazz. Er übersetzte auch das Jazzbuch von Joachim Ernst Berendt ins Englische. Er ist Verfasser zahlreicher Liner Notes (wofür er acht Grammys erhielt, zum Teil gemeinsam mit Loren Schoenberg) und von Jazz-Artikeln in Enzyklopädien wie Groves Dictionary of Jazz. 2010 den ›Grammy‹ für den Albumbegleittext von The Complete Louis Armstrong Decca Sessions (1935–1946).