Programm Mai / Juni 2002

AUTOREN AUS MITTEL- UND OSTEUROPA

LITERATUR 2002
Anlässlich der Verleihung der Herder-Preise 2002

Péter Esterházy (Budapest) liest aus seinem Roman »Harmonia Caelestis« (Berlin Verlag)

Sergij Schadan (Charkiv) liest Gedichte.

Im Anschluß werden Erfrischungen gereicht.

40 JAHRE ÖSTERREICHISCHE GESELLSCHAFT FÜR LITERATUR

SYMPOSION
EUROPA ZWISCHEN GESTERN UND MORGEN

7. Mai 2002
Ort: Palais Palffy, Josefsplatz 6, 1010 Wien

18.00 Uhr 
Dragan Velikic liest aus seinem neuen Roman »Der Fall Bremen« (Ullstein Verlag)

Deutschsprachige Lesung: Ferdinand A. Kaup

19.00 Uhr
Diskussion:
CHANCEN UND PROBLEME KULTURELLER NACHBARSCHAFT 

Jacek St. Buras (Warschau/Wien) 
István Eörsi (Budapest) 
Fedia Filkova (Sofia) 
Pavel Kohout (Prag/Wien)
Franz Morak 

Gesprächsleitung: Erhard Busek 


8. Mai 2002
Ort: Palais Wilczek, Herrengasse 5, 1010 Wien

Symposion:
EUROPA ZWISCHEN UTOPIE UND ERFAHRUNG 

10.00 Uhr
Pavel Kohout (Prag/Wien)
Drago Jancar (Ljubljana)
Alma Münzová (Bratislava)
Jirí Stromsík (Prag)
Walerij Susmann (Nischnij Novgorod) 
István Eörsi (Budapest)

15.00 Uhr
Jirí Grusa (Prag/Wien)
Emilia Staitscheva (Sofia)
Petre Stoica (Jimbolia/RO)
Zarko Petan (Ljubljana)
Jewgenija Kazewa (Moskau)

Europa war ein über viele Jahrzehnte geteilter Kontinent, der nun zusammenzuwachsen versucht. Die Grundprobleme sind für alle gleich – Menschen wollen leben – die Vorbedingungen jedoch weisen große Unterschiede und Brüche ökonomischer und sozialpolitischer Art auf. Die kulturelle Nachbarschaft ist ebenso neu zu definieren wie das eigene Selbstverständnis.

Im Rahmen einer zweitägigen Veranstaltung werden Autorinnen, Autoren, Kulturpolitikerinnen und Kulturpolitiker in Referaten die gegenwärtige und die historische Situation für Literatur, Kultur und Wissenschaft in ihren Ländern darstellen, sowie Probleme und Chancen kultureller Nachbarschaft diskutieren.

EUropa.LITERATUR

Dag Solstadt (Oslo) liest aus seinem Roman »T. Singer« (Forlaget Oktober)

Moderation: Kristian Solvang 

Gemeinsam mit dem Institut für Germanistik – Abteilung Skandinavistik und der Botschaft des Königreichs Norwegen

LITERATUR.GESCHICHTE

Jacques Le Rider (Paris) spricht zu »Kein Tag ohne Schreiben. Tagebücher der Wiener Moderne« (Passagen Verlag)

SYMPOSION

ARTHUR SCHNITZLER

14. 5. 2002 
Ort: Festsaal des Alten Rathauses, Wipplingerstr. 8, 1010 Wien 

19.00 Uhr
Hubert Christian Ehalt 
Gäste ab 1999
Frederic Morton:
Zur Aktualität Schnitzlers. Zeitreise 1900-2000 (Wiener Vorlesung)

15. 5. 2002 
Ort: Kleiner Festsaal der Universität Wien

09.00 – 12.00 Uhr
Gotthart Wunberg:
Arthur Schnitzler oder über Kulturwissenschaften und Literaturwissenschaften

Hartmut Scheible:
Schnitzler, Hofmannsthal und der Mythos »Casanova«

Giuseppe Farese:
»... in den Wurzeln verbunden«: Arthur Schnitzler und Hugo von Hofmannsthal, eine sonderbare doch einzigartige Freundschaft

14.30 – 18.00 Uhr 
Elsbeth Dangel-Pelloquin:
Plötzlichkeit: Staunen, Schauer, Scham

Horst Thomé:
Beobachtbarkeit des Psychischen bei Schnitzler und Freud

Michael Worbs:
Arthur Schnitzler und Sigmund Freud: »Doppelgänger«?

Michael Rohrwasser:
Psychoanalyse und Wiener Moderne – ein Gemeinplatz

16. 5. 2002
Kleiner Festsaal der Universität Wien 

09.00 – 12.00 Uhr
Roberta Ascarelli:
»Manche Menschen glauben, daß sie sich weiter entwickelt haben.« Schnitzler und die Eitelkeit der Autobiographie 

Peter Plener:
Schnitzlers Tagebuch lesen

Podiumsgespräch mit Birgit Minichmayr und Fritz Karl zu "Spiel im Morgengrauen" (ORF 2001)

14.30 – 18.00 Uhr
Janet Stewart:
Inszenierte Orte der Kultur

Alfred Doppler:
Die Frauengestalten im Einsamen Weg und im Weiten Land

Barbara Surowska:
Sichtbare und unsichtbare Fäden. Über das Schnitzlersche Marionettenspiel

W.E. Yates:
Schnitzler und die Sprachkrise

17. 5. 2002 
Kleiner Festsaal der Universität Wien 

09.00 – 12.00 Uhr
Norbert Abels:
»Wenn heute noch in Österreich die Scheiterhaufen gen Himmel lohten«. Aspekte zur Dialektik des Ressentiments in Schnitzlers Komödie Professor Bernhardi

Jacques Le Rider:
Der Wandel von Arthur Schnitzlers jüdischem Identitätsgefühl unter dem Schock des Ersten Weltkriegs 

Bettina Riedmann
»Die Legenden, deren Entstehung man miterlebt.« Schnitzler und Theodor Herzl

14.30 – 16.00 Uhr
Evelyne Polt-Heinzl:
Schriftverkehr in Sachen Liebe. Organisationsstrukturen der Heimlichkeit

Friedbert Aspetsberger:
Ausgehend vom Tagebuch der Redegonda

16.30 – 18.00 Uhr
Martin Swales:
»... und immer wieder / Vernehmen wir und reden viele Worte.« Textliches und Metatextliches bei Schnitzler

Franz Schuh:
Schnitzlerismus. Über eine österreichische Manier

20.00 Uhr
Akademietheater, Lisztstraße 1, 1010 Wien 

Michael Heltau: Lesung aus Werken Schnitzlers Verleihung des Arthur Schnitzler-Dramatikerpreises an Franzobel 

(Jury: Klaus Bachler, Ruth Klüger, Thomas Ostermeier, Robert Schindel)

Eine Veranstaltung der Arthur Schnitzler-Gesellschaft

www.arthur-schnitzler.at

LITERATUREN DER WELT

Ruth Weiss liest aus dem Roman »Meine Schwester Sara« (Maro Verlag)

Gemeinsam mit de Dokumentationszentrum Südliches Afrika (SADOCC)

SYMPOSION

Die Internationale Charles-Sealsfield-Gesellschaft, die Österreichische Gesellschaft für Literatur und die Arbeitsstelle zur Erforschung der deutschsprachigen mährischen Literatur in Olmütz laden ein zu einem Symposion

CHARLES SEALSFIELD

Montag, 27. Mai 2002

15.00 Uhr
Eröffnung

15.30 Uhr
Herbert Zeman (Wien):
Charles Sealsfield und die österreichische Literaturtradition

16.15 Uhr
Wynfrid Kriegleder (Wien):
Die Charles-Sealsfield-Forschung. Rückblick und Ausblick

17.15 Uhr
Alexander Ritter (Hamburg): 
Aus klerikaler Spur ins säkulare Wegenetz. Momente einer ›großen Lebenstour‹ des österreichischen Ordensbruders Carl Postl und des ›amerikanischen‹ Literaten Charles Sealsfield

18.00 Uhr
Gabriela Scherer (Berlin):
Charles Sealsfield aus der Sicht der Gender Studies

19.00 Uhr

Charles Sealsfield

Collagelesung des Ersten Wiener Lesetheaters unter der Leitung von Rolf Schwendter 

Dienstag, 28. Mai 2002

14.30 Uhr
Paul Michael Lützeler (St. Louis):
Sealsfield im Kontext der Europa-Diskussion zwischen 1820 und 1830

15.15 Uhr
Primus-Heinz Kucher (Klagenfurt):
Die Sealsfield-Rezeption in den Lesebüchern und bei den Emigranten

16.15 Uhr
Jerry Schuchalter (Turku): 
Der Zusammenstoß der Kulturen: Das Aufspüren eines Motivs bei Charles Sealsfield

17.00 Uhr
Gustav Adolf Pogatschnigg (Bergamo):
Sealsfield-Postl: Mehrsprachigkeit als literarische Technik und interkulturelle Erfahrung 

18.00 Uhr
Heike Paul (Leipzig):
Spuk und Spuren der Sklaverei: Charles Sealsfield, Richard Hildreth und William Wells Brown

18.45 Uhr
Jörg Krappmann (Olmütz): 
Die vier Etappen der Sealsfield-Rezeption in Böhmen und Mähren

AUTOREN AUS MITTEL- UND OSTEUROPA

LITERATUR 2002

Wulf Kirsten (Weimar) liest aus und spricht zu »Die Prinzessinen im Krautgarten. Eine Dorfkindheit« (Ammann Verlag)

Gemeinsam mit der Dokumentationsstelle für ost- und mitteleuropäische Literatur

40 JAHRE ÖSTERREICHISCHE GESELLSCHAFT FÜR LITERATUR


SYMPOSION

LITERATUR UND WISSENSCHAFT IN DER EMIGRATION

»Zu diesem Symposion eingeladen zu sein ist eine große Ehre, aber ich hätte gern auf diese Ehre verzichtet, wenn ich nie meine Heimat hätte verlassen müssen.« (Susan E. Cernyak-Spatz beim Symposion "Leben mit österreichischer Literatur. Begegnung mit aus Österreich stammenden amerikanischen Germanisten 1938-1988", 6. – 7. Juni 1988 in der Österreichischen Gesellschaft für Literatur)

Österreichische Emigrantinnen und Emigranten berichten von ihren Erfahrungen im Exil, über Exilliteratur, über die innere und publizistische Auseinandersetzung mit dem alten und dem neuen Österreich und über die Schwierigkeit des Umgangs mit der »Sprache ihrer Mörder«.

6. Juni 2002

17.00 - 19.00 Uhr
Susan E. Cernyak-Spatz, Egon Schwarz

Pause mit Erfrischungen

19.30 Uhr
Elazar Benyoëtz liest aus »Allerwegsdahin. Mein Weg als Jude und Israeli ins Deutsche« (Arche)

Musikalische Begleitung: Paul Fields 

7. Juni 2002

17.00 – 21.00 Uhr
Rüdiger Görner, Evelyn Torton-Beck 

Pause mit Erfrischungen

Walter H. Sokel, Fritz Kalmar

AUTORENLEXIKON

ICH BESCHLOSS EIN GESTEIGERTES LEBEN ZU GENIESSEN
Präsentation der neuen Reihe Bibliothek Gutenberg im Leykam Verlag, Graz Oscar

A. H. Schmitz: Haschisch nach hundert Jahren wieder aufgelegt

Einbegleitung: Wilhelm Hemecker

Lesung: Max Müller

LITERATUR.GESCHICHTE

Gunther Nickel (Darmstadt): Carl Zuckmayer als Mitarbeiter des amerikanischen Geheimdienstes »Office of Strategic Studies«

Aus dem »Geheimreport« liest Max Müller

NEUE ÖSTERREICHISCHE LITERATUR

Engelbert Obernosterer liest aus »Die Mäher und die Grasausreißer, dem ersten Band der Werksausgabe« (Verlag KITAB)

EUROPA.LITERATUR

Kristien Hemmerechts (Brüssel) liest aus »Das Lächeln der Engel« (Diana Verlag)

Gemeinsam mit dem Institut für Germanstik – Nederlandistik mit freundlicher Unterstützung des Vlaams Fonds voor de Letteren

AUTOREN AUS MITTEL- UND OSTEUROPA

LITERATUR 2002

Nedim Gürsel (Paris) liest aus spricht zu seinem Roman »Turbane in Venedig« (Ammann Verlag)

Gemeinsam mit der Dokumentationsstelle für ost- und mitteleuropäische Literatur

NEUE ÖSTERREICHISCHE LITERATUR

Erich Wolfgang Skwara liest aus und spricht zu  seinem Roman »Zerbrechlichkeit oder die Toten der Place Baudoyer« (Insel Verlag)

Einbegleitung: Peter Kampits