Programm September / Oktober 2011

VERLAGSPORTRAIT

MITTER VERLAG

Einbegleitende Worte: Alfred Gelbmann (Verlagsleiter)

Leopold Federmair: »Der Bedeutende und sein Fachmann. Mit einem Lob der Eitelkeit und einem Tadel des Neids«.
Erster Band der Reihe ›Reden über das Schreiben‹.

Helmut Neundlinger: »tagdunkel«.
Gedichte, »die Sprache dort aufnehmen, wo sie scheinbar am nacktesten dem Alltagsmund entfährt« (Verlag).

Richard Wall: »Connemara. Im Kreis der Winde«.
Ein sehr persönliches Buch über Natur, Kultur, Geschichte und die Menschen einer Region im Westen Irlands.

Moderation: Marianne Gruber

VERLAGSPORTRAIT

EDITION KRILL

Wolfgang Gosch und Virgil Guggenberger sprechen über ihren Verlag und kredenzen aus ihrer Kleinod-Sammlung »Immer Freitag«.

Bruno Pellandini liest aus seiner Erzählung »Krawanker«.

Ausschnitte aus »Roman eines geborenen Verbrechers – Selbstbiographie des Strafgefangenen Antonino M…«, der editorisch und illustrativ erweiterten Neuauflage eines 1894 erstmals erschienenen Buches.

Moderation: Manfred Müller

ZEIT.GESCHICHTE

Erika Wimmer präsentiert das von ihr herausgegebene Buch »Krista Hauser, Kulturjournalistin und Dokumentarfilmerin. Ein Porträt« (StudienVerlag).

Ein Abend über die bedeutende Tiroler Kulturvermittlerin in Anwesenheit der Porträtierten und zahlreicher Freunde und Zeitzeugen.

Moderation: Helmuth A. Niederle
Im Anschluss Erfrischungen

SYMPOSION

»Der Dichter und sein Germanist«
Symposion in memoriam Wendelin Schmidt-Dengler

Donnerstag, 22.09.2011
Veranstaltungsort: Institut für Germanistik, Universität
Wien, 1010 Wien, Dr.-Karl-Renner-Ring

14:00 Uhr
Eröffnung
Stefan Alker:
Vorstellung der Wendelin Schmidt-Dengler-Bibliothek

14:30 Uhr
Johannes Keller
abyssus abyssum invocat.
Mystische Philologie am Abgrund.

15:15 Uhr
Michael Rohrwasser/Stephan Kurz:
Zufallsbekanntschaften und Wiederentdeckungen. 
Wo Autor/inn/en und Germanist/inn/en sich treffen.

17:00 Uhr
Birgit Peter:
NS-ideologische Metamorphosen am Beispiel von Heinz Kindermann: Ferdinand Raimund und Franz Grillparzer als deutsche Volksdramatiker

17:45 Uhr
Franz Eybl:
»Und ich bin ihm noch lange treu geblieben«
Erzählte Objektwahl bei Benno Wiese und Hans Ulrich Gumbrecht.

Freitag, 23.09.2011
Veranstaltungsort: Österreichische Gesellschaft für
Literatur, 1010 Wien, Herrengasse 5

09:00 Uhr
Karin Wozonig:
Self-fashioning und Anekdote.
Betty Paoli und ihre Biographien.

09:45 Uhr
Daniela Strigl:
Der Biograph als Testamentsvollstrecker.
Anton Bettelheim erfindet Marie von Ebner-Eschenbach

11:00 Uhr
Christoph Weinberger
Die Germanisten und ihr (Anti-)Germanist:
Dichten mit dem Lötkolben. Lektüren Friedrich Kittlers.

11:45 Uhr
Michael Rohrwasser führt ein Gespräch mit Friedrich Achleitner.
(Andreas Maier: Über Thomas Bernhard reden. ENTFÄLLT)

Veranstaltungsort: Institut für Germanistik, Universität
Wien, 1010 Wien, Dr.-Karl-Renner-Ring

14:30 Uhr
Roland Innerhofer:
»
Begutachtungen der literarischen Leistung ... durch drei österreichische Universitätsprofessoren des Fachgebietes Germanistik« Zur Allianz von Literatur und Germanistik im Österreich der 70er Jahre

15:15 Uhr
Norbert Christian Wolf:
»Hybrid wie die Dichtkunst« 
- Hofmannsthal und die Germanistik

16:30 Uhr
Hannes Schweiger:
mein literaturen sein unseren literaturen. 
der sprachenkunstler Ernst Jandl und sein unversitäten professor Wendelin Schmidt-Dengler

17:15 Uhr
Karlheinz Rossbacher:
Wendelin Schmidt-Dengler liest Nestroy

Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Institut für Germanistik der Universität Wien

VERLAGSPORTRAIT

CORSO

Der Verleger Rainer Groothuis erzählt über den Verlag.

Eva Menasse, die Gastgeberin von corsofolio Wien, liest aus »Wien, Küss die Hand, Moderne« und spricht über Wienbilder.

»Wien ist ein hochmütiges Waisenkind, gebildet, charmant und gut gewachsen, aber oft genug auch traurig, aggressiv und böse«.

Moderation: Helmuth A. Niederle
Im Anschluss Erfrischungen

NEUE ÖSTERREICHISCHE LITERATUR

Evelyn Holloway liest aus »Schattenlichter – Shadowlights. Gedichte – Poetry« (Wieser Verlag)
»Jedes Gedicht ist ein Sieg des Lichtes über den Schatten« (Evelyn Holloway).

Christian Steinbacher liest aus »Winkschaden, abgesetzt. Gedichte und Stimmen« (Czernin Verlag).
Die Suche nach neuen Formen – und die Versöhnung experimenteller und traditioneller Verfahren.

Robert Streibel liest aus seinem zweiten Lyrikband »Weltgericht auf Besuch« (Resistenz Verlag).
Eine Sammlung von Gedichten aus den letzten sieben Jahren.

Moderation: Helmuth A. Niederle

LITERATUR.GESCHICHTE

Arthur Schnitzler: »Lieutnant Gustl.« Historisch-kritische Ausgabe. Hrsg. von Konstanze Fliedl (de Gruyter).

Die Ausgabe bietet neben dem Lesetext u.a. das Faksimile der Handschrift, den Text des Erstdruckes, die Illustrationen von Moritz Coschell und einen umfangreichen Kommentar.

Anlässlich des Erscheinens des ersten Bandes der historisch-kritischen Arthur Schnitzler-Ausgabe sprechen Manuela Gerlof (Verlag de Gruyter), Konstanze Fliedl (Herausgeberin) und Mitglieder des Editionsteams.

Lesung: Franz Schuh

Moderation: Manfred Müller
Gemeinsam mit der Arthur Schnitzler Gesellschaft
Im Anschluss Buffet

NEUE ÖSTERREICHISCHE LITERATUR

Margit Schreiner liest aus ihrem neuen Roman »Die Tiere von Paris« (Schöffling & Co.).

Ein Roman mit Schauplätzen in Paris, Tokio, Wien und Italien als »ironisches Selbstgespräch einer Alleinerziehenden, die sich und dem Leser das Dreiecksverhältnis zwischen ihr selbst, ihrem Kind und ihrem Exmann schonungslos vor Augen führt.« (Verlagstext)

Moderation: Manfred Müller

LITERATUR.GESCHICHTE

Hubert Reitterer: »Der junge Grillparzer und seine vergessenen Lehrer: Mederitsch-Gallus, Ridler, Stein«

Der Vortrag erinnert an drei bedeutende, in der Literatur zu Grillparzer nur am Rande erwähnte Persönlichkeiten.

Moderation: Johann Hüttner

Gemeinsam mit der Grillparzer-Gesellschaft

NEUE ÖSTERREICHISCHE LITERATUR

Andrea Grill liest aus »Happy Bastards« (Otto Müller).
Nach mehreren Romanen ist »Happy Bastards« Andrea Grills erster Lyrikband mit vielen und vielschichtigen Themen: Liebe, Familie, Natur, die Stadt ...

Christina Maria Landerl liest aus »Verlass die Stadt«(Schöffling & Co.), ihrer ersten Buchveröffentlichung.
»›Verlass die Stadt‹ ist ein Buch über das Suchen und das Nicht-Finden und lässt gleichzeitig ein vielschichtiges Bild der Stadt Wien entstehen; ein Mosaik aus Farben, Gerüchen und Stimmungen.« (Verlag)

Moderation: Manfred Müller

LITERATUR.GESCHICHTE

Fritz Peter Kirsch spricht anlässlich des Erscheinens von Max Roqueta: »All der Sand im Meer«, übersetzt und kommentiert von Fritz Peter Kirsch (Mitteldeutscher Verlag)
zum Thema:
Frankreich hat mehr als eine Literatur. Die Dichtung in okzitanischer Sprache. Skizze der Beziehung zwischen Zentralisierung und kulturellem Gefälle am Beispiel Max
Roqueta / Max Rouquette.

Moderation: Helmuth A. Niederle

NEUE ÖSTERREICHISCHE LITERATUR

Irene Prugger liest aus ihrem Erzählband »Letzte Ausfahrt vor der Grenze« (Haymon Verlag).
»Mit hintergründigem Humor erzählt sie von enttäuschten Hoffnungen und letzten Möglichkeiten und zeigt, dass eben alles eine Frage des richtigen Zeitpunktes und des richtigen Ortes ist.« (Klappentext)

Wolfgang Hermann liest aus seinem Roman »Die Augenblicke des Herrn Faustini« (Haymon Verlag).
Der dritte Roman rund um den liebenswürdigen Neurotiker Faustini – »eine Geschichte voll zarter Melancholie und sinniger Heiterkeit, für all jene, die den Gott der kleinen Dinge lobpreisen.« (Klappentext)

Moderation: Helmuth A. Niederle

NEU: LITERATUR.GESCHICHTE

Peter Demetz stellt zwei Prager Dichter vor: Hans Werner Kolben und Jirí Orten

Der Autor Peter Demetz und der Verleger Christoph Haacker stellen zwei gemeinsame Buchprojekte vor: Im Arco Verlag erschienen 2011 sowohl die nachgelassenen Gedichte von Hans Werner Kolben »Das Schwere wird verschwinden«, teilweise entstanden und bewahrt im Konzentrationslager Theresienstadt, herausgegeben von seinem Prager Jugendfreund Peter Demetz, als auch dessen Übertragung von Jirí Ortens »Elegien« - als deutsche Erstausgabe.

Beide jüdischen Dichter, die die Besetzung Prags durch die Nazis nicht überlebten, kommen mit ausgewählten Gedichten zu Wort: der frühvollendete, in seiner tschechischen Heimat berühmte Jirí Orten (1919–1941) der bis heute fast unbekannte Prager deutsche Lyriker Hans-Werner Kolben (1922–1945).

Als Herausgeber der Kolben-Gedichte und Orten-Übersetzer wird Peter Demetz im Gespräch persönliche Erinnerungen mit philologischen Erörterungen verbinden.

Achtung: Diese Veranstaltung steht nicht im gedruckten Programm!

NEUE ÖSTERREICHISCHE LITERATUR

Ulrich N. Schulenburg: »Sie werden lachen, alles ist wahr. Anekdoten eines Glücksritters« (Amalthea).

Begegnungen und Erlebnisse aus der langjährigen Tätigkeit Schulenburgs als Leiter des größten österreichischen Theaterverlags – ein persönlicher, unterhaltsamer und höchst informativer Blick hinter die Kulissen des Theaters.

Moderation: Marianne Gruber
Im Anschluss Erfrischungen

LITERATUR UND MUSIK

„FÜR M“

Ein musikalisch-poetischer Abend in Erinnerung an Martin Hornstein (1954-2009) mit Semier Insayif, der u.a. aus seinem in Zusammenarbeit mit Hornstein entstandenen Lyrikband »libellen tänze« (Haymon Verlag) liest.

Musikalisches Programm: Ausschnitte aus den Suiten für Violoncello solo von Johann Sebastian Bach (BWV 1007–1012), gespielt von ehemaligen StudentInnen Martin Hornsteins.

Britta Krachler (vc), Michele Spellucci (vc), Christiane Hörlein (vla), Agnieszka Kabut (vc), Petra Hopferwieser (vc), Agnes Nemeth (vc), Marlies Huber (vc), Cecilia Sipos (vc).

Moderation: Manfred Müller