Programm September / Oktober 2012

NEUE ÖSTERREICHISCHE LITERATUR

Herbert Lederer liest aus seinem neuen Buch »Unser Dorf. Ein Bericht« (Verlag Lehner).

»Wenn sich nun ein Wiener Schauspieler, Schriftsteller und Theaterdirektor in einem Dorf im Burgenland ein kleines Anwesen erwirbt und jahrzehntelang dort die Sommermonate verbringt, ist es fast eine natürliche Folgeerscheinung, dass sich sein ›Verhältnis‹ zu diesem Dorf künstlerisch niederschlägt.« (August Obermaier, Nachwort)

Moderation: Manfred Müller

EUROPA.LITERATUR

Elfriede Czurda liest Gedichte aus »Dunkelziffer« (Edition Korrespondenzen).
»Gedichte, in denen Zahlen nicht nur abstrakte Zeichen sind, sondern Wörter, Klänge, Fiktionen, Architekturen, Sinnlichkeiten und Sinnstiftungen.« (Verlag)

Wolfram Malte Fues
liest Gedichte aus »dual digital« (Passagen Verlag). Mit Tuschezeichnungen von Franziska Schemel.
»Weiten wir 0 und 1 in eine Zeichenfolge aus, die aller möglichen Gegen-Sätze auf der Oberfläche aller möglichen Sätze mächtig ist. Überall und irgendwo.« (Verlag)

Moderation: Marianne Gruber

AUTOREN.Lexikon

EMANUEL SCHIKANEDER

Eva Gesine Baur präsentiert ihr neues Buch »Emanuel Schikaneder. Der Mann für Mozart« (Verlag C. H. Beck).

Die große Biographie des Bühnendichters und Theaterdirektors, Tänzers und Regisseurs, Schauspielers und Sängers, der am 21. September 1812 in bitterer Armut starb.

Es liest Jovita Dermota.

Moderation: Marianne Gruber

LITERATUR.GESCHICHTE

REISEN WIR – INS HEILIGE LAND

»Reise in das Heilige Land. Konstantinopel, Palästina, Ägypten im Jahre 1842« von Ida Pfeiffer, hg. von Gabriele Habinger (Edition Frauenfahrten/Promedia-Verlag).

»Am 22. März 1842 bestieg Ida Pfeiffer in Wien ein Dampfschiff, ohne jemandem das wahre Ziel ihrer Reise anzuvertrauen. Mit äußerst geringen finanziellen Mitteln sollte sie, als Frau alleine, Gebiete durchstreifen, die von der Pest heimgesucht waren und in denen politische Unruhen das Reisen gefährlich machten.« (Verlag)

Gabriele Habinger stellt das Buch vor und spricht zu Ida Pfeiffer, es liest Bettina Rossbacher.

Moderation: Manfred Müller

NEUE ÖSTERREICHISCHE LITERATUR

REISEN WIR – ZUM WELTTOURISMUSTAG

Andrea Grill liest aus »Liebesmaschine N.Y.C. Storys« (Otto Müller Verlag).
»Ein Band mit Texten, die allesamt in und um New York herum spielen – eine Stadt, die einen in ihren Rhythmus und ihre Lebendigkeit hineinzieht.« (Verlag)

Hanno Millesi liest aus seinem Roman »Granturismo« (°luftschacht Verlag).
»Wir begleiten den Protagonisten auf den skurrilsten Passagen seiner Fahrt, werden Zeugen überraschender Begegnungen und folgenschwerer Irrtümer.« (Verlag)

Daniela Strigl
spricht über die beiden Bücher.

Moderation: Manfred Müller

NEUE ÖSTERREICHISCHE LITERATUR

Ludwig Laher liest aus »Kein Schluß geht nicht. Erzähltes und Reflektiertes« (Haymon Verlag).

»Kinder, Piraten und Lichtglockenbewohner: Geschichten und Essays, die häufig von Schlüssen handeln – solchen wie dem Tod oder anderen Enden, und solchen, die gezogen werden.« (Verlag)

Moderation: Marianne Gruber

SYMPOSION

CHARLES SEALSFIELD, FRIEDRICH GERSTÄCKER, KARL MAY UND ANDERE -
BEARBEITET, ÜBERSETZT, INTERMEDIAL


Mittwoch, 03.10.2012

19:00 Uhr
Eröffnung der Tagung, Buchpräsentation

»Literarische Narrationen der Migration Europa-Nordamerika im 19. Jahrhundert«, hg. v. Gustav-Adolf Pogatschnigg und Wynfrid Kriegleder (Praesens Verlag).

Helmut Schmiedt:
»Karl May oder Die Macht der Phantasie. Eine Biographie« (Verlag C. H. Beck).


Donnerstag, 04.10.2012

Schwerpunkt: CHARLES SEALSFIELD / ANDERE AUTOREN

09:15 Uhr
Walter Grünzweig (Dortmund/D):
Dickens for Nothing: Die Sealsfield-Übersetzungen in der NEW WORLD des Jahres 1844.

09:45 Uhr
Jeffrey Sammons (New Haven, Ct/USA):
Sealsfield auf Amerikanisch. Ein Bericht.

11:15 Uhr
Wynfrid Kriegleder (Wien):
Was Hofmannsthal und andere aus dem »Cajütenbuch«  machten.

11:45 Uhr
Alexander Ritter (Hamburg/D):
Exotische Biographie und Trivialpotential: Die erzählerische Banalisierung der Literatenexistenz Charles Sealsfields in Robert Kohlrauschs Roman »Der Fremde« (1895).

15:00 Uhr
Helmut Schmiedt (Köln/D):
Heimatvertriebene Helden. Über Besonderheiten im internationalen Umgang mit Abenteuerromanen und anderen Erzeugnissen der populären Kultur.

15:30 Uhr
Gunnhild Schneider (Bergamo/I):
Der italienische Karl May im Wilden Westen.
Zum 150. Geburtstag von Emilio Salgari.

17:00 Uhr
Irene S. Di Maio (Baton Rouge, Ca/USA):
Gerstäcker: Übersetzer und übersetzt – die Konstruktion eines Amerikabildes für Deutschland und die USA.

17:30 Uhr
Primus Heinz Kucher (Klagenfurt):
Koloniale Phantasien und alltägliche Lebensbild-Miseren: Gerstäckers Brasilienroman »Die Colonie«.


Freitag, 05.10.2012

Schwerpunkt: KARL MAY

09:00 Uhr
Ingold Zeisberger (Passau/D):
Das ›Modell Karl-May‹: Zum Umgang mit Gold in der deutschen Abenteuerliteratur.

09:30 Uhr
Achim Hermann Hölter (Wien):
»Mit Karl May auf Reisen und Abenteuern«.
Narrative Funktion und medialer Kontext von Carl Lindebergs Sammelbildserien.

10:00 Uhr
Lutz Hagestedt (Rostock/D):
Umgang mit Schriftstellern. Arno Schmidt als Anwalt Karl Mays und Friedrich Wilhelm Hackländers.

11:15 Uhr
Markus Kreuzwieser (Salzburg):
Karl Mays Kolportage-Romane »Der verlorene Sohn« und »Das Waldröschen« in DDR-Verfilmungen.

11:45 Uhr
Nicole Perry (Wien):
Interkulturelle Perspektiven auf Deutschlands bekanntesten Apatschen.

14:30 Uhr
Sarolta Lipóczi (Kecskemét/HU):
Karl Mays »Winnetou« im Kontext der Jugendliteratur, bearbeitet als Comic und adaptiert für die Bühne – in Ungarn

15:00 Uhr
Gábor Kerekes (Budapest/HU):
»Der Schatz im Silbersee« in Ungarn: übersetzt, bearbeitet, intermedial.

15:30 Uhr
Barbara Drucker (Wien):
In Szene gesetzt. Die Bühnenrealisation eines Abenteuerromans am Beispiel von »Winnetou I«.

17:00 Uhr
Matjaž Birk (Maribor/SLO):
Karl Mays »In den Schluchten des Balkan«: Transfer und Fremdinszenierungen aus slowenischer Sicht.

17:30 Uhr
Chandrika Kumar (Dehradun/IND):  
Eine kritische Auseinandersetzung mit der Karl-May-Rezeption in Indien.

Gemeinsam mit der Internationalen Charles-Sealsfield-Gesellschaft und der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien, unterstützt von der MA 7 der Stadt Wien, der Österr. Forschungsgemeinschaft und der Universität Wien.

LITERATUR.GESCHICHTE

Achim Benning: »In den Spiegel greifen. Texte zum Theater«, hg. und mit einem einleitenden Essay von Peter Roessler (Edition Steinbauer).

»Die intellektuelle Kraft, die sich durch diese Texte zieht, kommt wesentlich daher, dass in ihnen das Theater nicht als einzig wichtiger Ort verstanden wird, sondern dass das Interesse des Autors der Beschaffenheit der Welt und den darin agierenden Menschen gilt.« (Peter Roessler)

Moderation und Gespräch mit Achim Benning und Peter Roessler: Manfred Müller

NEUE ÖSTERREICHISCHE LITERATUR

Klaus Ebner liest aus »Dort und Anderswo. Essays« (Mitter Verlag).
Zwanzig Essays aus den letzten Jahren handeln u.a. von Reisen ans Mittelmeer und in die USA.

Friedrich Hahn liest aus dem Gedichtband »und besorgte mir stufen für meine schritte. über die durchlässigkeit« (Passagen Verlag).

Moderation: Marianne Gruber

NEUE ÖSTERREICHISCHE LITERATUR

LITERATUR ALS VIDEO

Brigitta Falkner, Ilse Kilic und Liesl Ujvary zeigen neue Videos und sprechen über ihre Arbeiten.
 
»Videos von SchriftstellerInnen gehorchen anderen Gesetzen als etwa Musikvideos oder Kunstvideos – sie beziehen sich oft, wenn auch nicht immer, auf Texte der AutorInnen, die formalen Mittel sind nicht selten selbstentwickelt, verwendet werden Zeichnungen, Animationen, Fotos, Texte.« (Liesl Ujvary)

Moderation, Gespräch: Manfred Müller

NEUE ÖSTERREICHISCHE LITERATUR

DIE JUNGE LITERATURWERKSTATT WIEN

da zwischen

Es lesen Theodora Bauer, Laura Freudenthaler, Elisabeth Klar und Andi Pianka.

Moderation: Semier Insayif

Eine gemeinsame Veranstaltung mit KÖLA

mitSprache 2012

REDEN ZUR SITUATION

Peter Waterhouse: Gesetz und Entsetzen
Das Video dazu finden sie hier.


Während die literarische Sprache vor allem ein Inbewegungsetzen, also gar kein Setzen und Festlegen ist, strebt die gesetzliche Sprache nach Kategorisierung und vertraut auf die Erkennbarkeit und die Beweisführung. Stehen
also Sprache und Recht in einem Gegensatz?

Moderation: Manfred Müller

Ort: Asylgerichtshof, Laxenburger Straße 36, 1100 Wien

Begrenzte Teilnehmerzahl, persönliche Anmeldung bis 18. 10. unbedingt erforderlich! Tel.: 01/5338159 oder Mail an: office@ogl.at

Detailinformationen zu allen mitSprache-Veranstaltungen finden Sie auf der Programmkarte.

LITERATUR UND MUSIK

REISEN WIR - PERU

Wilhelm Hengstler präsentiert »Pisco Sour. Gedichte und Bilder« (Sonderzahl Verlag), begleitet von Dieter Glawischnig (Keyboard).

»Pisco Sour« ist ein nach dem peruanischen Nationalcocktail benanntes Multimediaprojekt aus Musik, Bild und Text, das von Reiseimpressionen aus Peru ausgeht. Die Klänge und Texte werden mittels visueller Impressionen zu einem Erlebnisraum verschmolzen.

Moderation: Marianne Gruber

LITERATUR.GESCHICHTE

Norbert Christian Wolf: »Kakanien als Gesellschaftskonstruktion. Robert Musils Sozioanalyse des 20. Jahrhunderts« (Böhlau Verlag).

»Der ›Mann ohne Eigenschaften‹ wird als moderner Klassiker lesbar, der die Wurzeln der Katastrophengeschichte des 20. Jahrhunderts offenlegt.« (Verlag)

Franz Schuh spricht mit Norbert Christian Wolf über das Buch, Robert Musil und dessen Kakanien.

Moderation: Manfred Müller