Programm März / April 2017

NEUE ÖSTERREICHISCHE LITERATUR

SLAM IM WASSERGLAS

Poetry Slam ist sehr publikumswirksam, ausgezeichnet vernetzt, selbstbewusst im Auftreten, aber oft erstaunlich wenig literaturbewusst. Es wird vielleicht zu selten über die Texte selbst geredet.
›Slam im Wasserglas‹, eine Idee der beiden PionierInnen der österreichischen Slamszene, Mieze Medusa und Markus Köhle, bietet den PoetInnen im Geiste des Wiener Salons nicht nur eine Bühne, sondern auch einen Diskursraum.

Mit Yasmin Hafedh und Anna-Lena Obermoser

Konzept und Moderation: Mieze Medusa

NEUE ÖSTERREICHISCHE LITERATUR

NEUE LYRIK AUS ÖSTERREICH

Sylvia Treudl, Mitherausgeberin der Reihe im Verlag Berger, stellt die Bände 15 – 18 und deren AutorInnen vor:

Christian Teissl: »Stadtauswärts. Gedichte«

Renate Aichinger: »endeln. #lürix«

Thomas Ballhausen: »Mit verstellter Stimme. Ein poem murder mystery aus früheren Tagen«

Semier Insayif: »über zeugungen. Gedichte«

Moderation: Manfred Müller

TAG DER LYRIK 2017

Catharina Kirsch: »Steine wachsen« (Edition Atelier)

Elke Laznia: »Salzgehalt. Dichtungen« (mit Zeichnungen von Ludwig Hartinger; Müry Salzmann)

Monika Vasik: »himmelhalb« (mit Fotografien von Johannes Ebner; Verlagshaus Hernals)

Es lesen die Autorinnen sowie Studentinnen und Studenten der ›Schauspielakademie Elfriede Ott‹

Moderation: Ursula Ebel

WELTLITERATUREN – LITERATUREN DER WELT

»Die Liebe kennt alle Sprachen der Welt. Persische Lyrik der Gegenwart«, hrsg. von Nahid Bagheri-Goldschmied. Deutsche Übersetzungen von N. Bagheri-Goldschmied in Zusammenarbeit mit K. Kaiser.

Mit Nahid Bagheri-Goldschmied, Konstantin Kaiser und Andrea Pauli

Moderation: Manfred Müller

NEUE ÖSTERREICHISCHE LITERATUR

Manfred Chobot: »Nur fliegen ist schöner. Gedichte« (hrsg. von Beppo Beyerl; Löcker Verlag)
40 Jahre Chobotscher Lyrik »im Dialekt, auf Hochdeutsch, voll Sarkasmus, mit intensiver Dichte, in lakonischer Distanz, in irritierender Nähe.« (Verlag)

Christl Greller liest u.a. aus »stadtseelenland« (Resistenz)
Gedichte zum Thema Mensch im heutigen Lebensumfeld – »in starken, sinnlichen Bildern, mit eigenen Wortschöpfungen und großer Musikalität.« (Verlag)

Moderation: Manfred Müller

NEUE ÖSTERREICHISCHE LITERATUR

Radek Knapp: »Der Mann, der Luft zum Frühstück aß« (Deuticke)

Von der unfreiwilligen Emigration des zwölfjährigen Walerian von Polen nach Wien, seiner kurzen Schulkarriere, dem Hinauswurf durch die Mutter und dem Eindringen in immer tiefere Schichten des Wiener Lebens – Radek Knapp sieht »immer noch mit diesem fassungslosen Blick eines Heranwachsenden auf die Welt« (Elke Heidenreich).

Moderation: Manfred Müller

VERLAGSPORTRAIT

FABRIK.TRANSIT

Juliane Adler und Eleonore Weber präsentieren ihren 2014 gegründeten Literatur- und Kunstverein ›fabrik.transit‹ und ihre Autorinnen und Autoren.

Franz Blaha: »Schattenstörche. Texte wie Vogelschatten.« (Gedichte, mit Illustrationen von Franz Blaha)

Markus Lindner: »Animalia etc.« (Gedichte aus den letzten Jahren mit Grafiken von Linda Bilda, köstebek und Markus Lindner)

and pawe: »pompompom poem« (Gedichte und Songs, mit Grafiken von Nicole Szolga)

Eleonore Weber liest aus dem noch unveröffentlichten Buch: »Weil nicht einmal die Ökonomie Festland ist. Gebrauchslyrik. Texte an die Konsum- und Markenwelt« (Erscheinungstermin Herbst 2017)

Martin Winter: »Der Mond muss perfekt sein《不敢不完美》she has to be perfect«

Moderation: Manfred Müller

KAFKA.WEGE

WIEN

Im September 1913 reiste Franz Kafka beruflich nach Wien, um an einem Kongress teilzunehmen.
Unser Spaziergang führt zu zentralen Stationen jenes neuntägigen Aufenthalts, von der Innenstadt bis zum Prater, begleitet von zeitgenössischen Texten und Beobachtungen, Brief- und Tagebuchausschnitten.

Persönliche Anmeldung unbedingt erforderlich!
Anmeldefrist bis Mittwoch, 15.03.2017 – telefonisch / per E-Mail: 01 5338159 / info@franzkafka.at

Die Wanderung findet nur bei passender Witterung statt, die TeilnehmerInnenzahl ist limitiert.
Der Treffpunkt und alle weiteren Details werden im Zuge der Anmeldung bekannt gegeben.

Gemeinsam mit der Österreichischen Franz Kafka Gesellschaft


NEUE ÖSTERREICHISCHE LITERATUR

REISEN WIR

Udo Kawasser: »Unterm Faulbaum. Aufzeichnungen aus der Au« (Sonderzahl)
Naturbeobachtungen, Reflexionen, philosophisch-literarische Exkurse, entstanden zwischen 2008 und 2011 an einem Altarm der Donau in der Lobau.

Andreas Kurz: »Der Blick von unten durch die Baumkrone in den Himmel. Eine Umschreibung« (Droschl)
»Drei Wochen im Sommer, eine Wanderung zu Fuß von Wien nach Budapest: Andreas Kurz beschreibt mit großer sinnlicher Intensität, was ihm in der Mitte Europas begegnet, Landschaften, Menschen, Stimmungen, Erinnerungen.« (Verlag)

Moderation: Ursula Ebel

DER GLÄSERNE VORHANG

LITAUEN-Schwerpunkt der Leipziger Buchmesse

Undiné Radzevičiūtė: »Fische und Drachen« (Übers.: Cornelius Hell; Residenz)
Drei Frauengenerationen teilen eine Altstadtwohnung in Chinatown und tragen auf engstem Raum mit rasantem Witz ihre absurden Wortgefechte aus – »ein umwerfend komischer Roman über Kulturen, die sich anziehen und bekämpfen, verehren und missverstehen.« (Verlag)

Giedra Radvilavičiūtė: »Der lange Spaziergang auf einer kurzen Mole oder: Mein Spiegel gegen mich selbst. Erzählte Essays« (Übers.: Cornelius Hell; Corso)
»Die Welt ist ein Fass ohne Boden, auf dem hier – mal laut, mal leiser – überraschend, heiter, ironisch und ätzend getrommelt wird: Alltagsbeobachtungen, Beziehungskisten, Zwischenfälle, Trinksprüche.« (Verlag)

Deutschsprachige Lesung: Bettina Rossbacher
Moderation, Gespräch mit den Autorinnen: Cornelius Hell

NEUE ÖSTERREICHISCHE LITERATUR

DEBUTROMANE

Jakob Pretterhofer: »Tagwache« (luftschacht°)
»... vom ambivalenten Zustand des Erwachsenwerdens in hierarchischer und zerstörerischer Gemeinschaft, vom Zurichten und Zugerichtetwerden, vom Haltfinden in Arbeit und Struktur und dem Widerstand dagegen.« (Verlag)

Mario Schlembach: »Dichtersgattin« (Otto Müller)
»Ein Roman über unerfüllte Lebenssehnsüchte, der in einem gewitzten Sprachakt die österreichische Kulturgeschichte satirisch durchleuchtet, und nicht zuletzt eine Hommage an die oftmals im Schatten gebliebenen Stimmen der Literatur.« (Verlag)

Moderation: Ursula Ebel

NEUE ÖSTERREICHISCHE LITERATUR

DEBUTROMANE

Mascha Dabić: »Reibungsverluste« (Edition Atelier)
Nora ist als Dolmetscherin »Sprachrohr für traumatisierte Flüchtlinge ebenso wie für die Psychotherapeuten. – Daneben versucht sie, ihr eigenes chaotisches Leben auf die Reihe zu kriegen.« (Verlag)

Olja Alvir: »Kein Meer« (Zaglossus)
Lara Voljić, eine Beauty-Bloggerin, als Kind mit ihren Eltern vor dem Krieg im ehemaligen Jugoslawien geflohen, »macht sich auf, um herauszufinden, was mit ihrem Onkel zwanzig Jahre zuvor passiert ist.« (Verlag)

Moderation: Ursula Ebel

NEUE ÖSTERREICHISCHE LITERATUR

Ivan Ivanij: »Schlussstrich« (Picus)

Eine Familiensaga über rund hundertfünfzig Jahre: »Rudolf von Radványi, ein ungarischer Jude, lebt im Belgrad des Jahres 1941 ein nicht ungefährliches Doppelleben: Zum einen ist er Dolmetscher der deutschen Intendantur, gedeckt von Oberst Martin Hellmer, mit dem ihn eine gemeinsame Vergangenheit verbindet, und zum anderen arbeitet er als Kommunist im Verborgenen gegen das nationalsozialistische Regime. Wie konnte es dazu kommen?« (Verlag)

Moderation: Manfred Müller

LITERATUR.GESCHICHTE

Leo Perutz: »Zwischen neun und neun« (Zsolnay)

»Rätselhaft und zunächst unerklärbar in seinem Verhalten: der Student Stanislaw Demba. Er eilt einen Tag lang durch Wien, verfolgt unbekannte Ziele, benötigt vor allem dringend Geld, um seine Geliebte Sonja zurückzugewinnen. Die realen Gründe seiner Jagd verlieren von Stunde zu Stunde an Stichhaltigkeit. Dembas äußere und innere Verwicklungen steigern sich schließlich vehement und kumulieren in einem Alptraum.« (Verlag)

Doron Rabinovici und Herbert Ohrlinger, Zsolnay-Verlagsleiter, stellen den 1917 entstandenen, nun neu aufgelegten Roman des ›Meisters der Unterhaltungsliteratur‹ (Bernhard Fetz) vor.

Moderation: Manfred Müller

ZEITSCHRIFTEN

REIBEISEN

Präsentation des Heftes 34 von ›REIBEISEN. Das Kulturmagazin aus Kapfenberg‹

Es lesen Elvira Nüchtern, Sepp Maier, Peter Paul Wiplinger, Carmen Billing, Klaus Ewald Vorhauer und Ruth Barg.

Vorstellung des Feuilletonteils: Josef Graßmugg und Hans Bäck

Musik (Akustikgitarre): Ac G (Wolfgang Leitner)

Begrüßung, Moderation: Marianne Gruber