Programm Mai / Juni 2017

ZEITSCHRIFTEN

PAPPELBLATT
›Vom narzisstischen zum wahren Selbst‹

Präsentation des 10. Hefts von »Pappelblatt. Zeitschrift für Literatur, Menschenrechte und Spiritualität«, hrsg. von der  ›Edition sonne & mond‹.

Es lesen Sonja Henisch, Rudolf Krieger sowie die beiden Herausgeber der Zeitschrift, Michael Benaglio und Manfred Stangl.

Musik: Michi Prochazka und Boris Khami

NEUE ÖSTERREICHISCHE LITERATUR

VOM GLÜCK DES SCHREIBENS
Florian Lipuš im Portrait

O SREČI PISANJA
Portret Florjana Lipuša
Vor-Präsentation des Filmes von Katja Gasser.

Der österreichische Schriftsteller Florian Lipuš schreibt seit Jahrzehnten in seiner slowenischen Muttersprache. In der Wahl des Slowenischen als Literatursprache kulminiert seine Ethik und Ästhetik. Er ist Kärntner Slowene und mit seinem herausragenden Werk eine bahnbrechende Gründerfigur der neueren slowenischen Literatur in Kärnten.

Anlässlich seines 80. Geburtstags am 4. Mai gestaltete die Leiterin des Literaturressorts des ORF-TV-KULTUR Katja Gasser eine filmische Hommage an einen leidenschaftlichen Einzelgägner: »Ich schreibe, um mich selbst zu retten. Florian Lipuš im Portrait«, zu sehen im ›kulturMontag‹ am 8. Mai (ab 22.30 Uhr/ ORF 2), davor in slowenischer Version in einer Spezialausgabe von ›Dober dan, Koroška‹ am 7. Mai (13:30 Uhr/ORF 2). Die für ORF/3sat produzierte Langversion mit dem Titel »Vom Glück des Schreibens. Florian Lipuš im Portrait« steht am 9. Juli 2017 (10:15 Uhr) - vor der Preisverleihung der Tage  der deutschsprachigen Literatur/Bachmannpreis - in 3sat auf dem Programm.

Die von Günter Kaindlsdorfer moderierte Veranstaltung findet in Anwesenheit von Florian Lipuš statt.

GESCHLOSSENE VERANSTALTUNG/ORF

NEUE ÖSTERREICHISCHE LITERATUR

FAMILIEN, BEZIEHUNGEN, ERINNERUNGEN

Friedrich Hahn liest aus »halsüberkopf. 99 Mikroromane plus Fotoessay« (Verlagshaus Hernals) und aus »Komme was wolle. Ein facebook-Roman« (Edition Laurin).
»Liebe, Schreiben und das Miteinander in Zeiten sozialer Medien: Intelligent verwoben in einer spannenden und höchst unterhaltsamen Lektüre.« (Verlag)

Birgit Müller-Wieland liest aus ihrem neuen Roman »Flugschnee« (Otto Müller).
»Was macht das Glück einer Familie aus? ... Von Deutschland über Österreich, Italien und Osteuropa wird das Netz gespannt, das die Figuren mit ihren Lebensgeschichten knüpfen, verlieren, wieder aufnehmen – ein Ringen um die Wahrheiten, die in der Vergangenheit liegen, und das Annehmen der Herausforderungen, welche die Gegenwart bereithält.« (Verlag)

Moderation: Manfred Müller

LITERATUR.GESCHICHTE

INGEBORG BACHMANN

Hans Höller und Arturo Larcati: »Ingeborg Bachmanns Winterreise nach Prag« (Piper)

Im Jänner 1964 unternahm Ingeborg Bachmann eine Reise von Berlin nach Prag, in deren Rahmen sie wieder anfing, Gedichte zu schreiben, darunter eines, das sie selbst später als ihr schönstes bezeichnete: »Böhmen liegt am Meer«.
Zum ersten Mal öffentlich gelesen wurde dieses Gedicht vor genau 52 Jahren, am 10. Mai 1965, in der Österreichischen Gesellschaft für Literatur.
Das Buch dokumentiert die Reise und ihre literarischen Folgen und zeichnet »ein neues, staunenswertes Bild der österreichischen Dichterin«. (Verlag)

Die Originalaufnahme der Lesung Bachmanns in der Literaturgesellschaft wird eingespielt.
Bettina Rossbacher liest zudem alle Gedichte des »Winterreise«-Zyklus.

Moderation: Ursula Ebel

TACHELES

MARTIN MOSEBACH

Kürze des Lebens – Trost der Kunst
Daniela Strigl im Gespräch mit Martin Mosebach

Martin Mosebach, Romancier, Essayist, Jurist, Träger des Georg-Büchner-Preises, gehört zu den wichtigsten und markantesten Stimmen der deutschen Literatur. Ein seltener Gast in Wien, wird er Kostproben aus seinem Roman »Mogador« und aus »Das Leben ist kurz. Zwölf Bagatellen« (beide Rowohlt) lesen und mit Daniela Strigl über Dichtung und Wahrheit, Religion und Politik sprechen – und über den Wagemut des Konservativen.

ZEIT.GESCHICHTE

»Deutschlernen ›von unten‹: Böhmakeln und Kuchldeutsch« (Harrassowitz Verlag), von Bettina Morcinek, Veronika Opletalová, Helmut Glück und Karsten Rinas

»Österreich, um 1850: Auf der Suche nach Arbeit kommen immer mehr tschechische Zuwanderer nach Wien und in die deutschsprachigen Gebiete Böhmens [...]. Sie lernen im Kontakt mit ihrer Umgebung ein Deutsch, mit dem sie sich im Alltag verständigen können. [...] Bis 1918 ist Böhmakeln in Österreich und Böhmen allgegenwärtig.«
Das Buch folgt den Spuren des Böhmakelns, das »in Deutschland vor allem durch die Übersetzung des Braven Soldaten Schwejk bekannt wurde.« (Verlag)

Helmut Glück spricht über das Buch und die grenzenüberschreitende Zusammenarbeit.

Hilde Haider-Pregler spricht über den Böhm/Behm auf der Unterhaltungsbühne (mit Tonbeispielen).

Miguel Herz-Kestranek liest Bekanntes und Entdecktes.

Moderation: Manfred Müller
Im Anschluß lädt der Verlag zu einem Glas Wein.

BIOGRAFIEN

WOLFGANG HILDESHEIMER

Stephan Braese: »Jenseits der Pässe: Wolfgang Hildesheimer. Eine Biografie« (Wallstein)

Anlässlich des 100. Geburtstages von Wolfgang Hildesheimer hat Stephan Braese »Hildesheimers sanften Radikalismus in einer spannenden Biographie nachgezeichnet« und dabei »nicht weniger als eine Kulturgeschichte der Bundesrepublik« (so zwei Pressestimmen) verfasst.
Im Gespräch des Autors mit Arnulf Knafl soll Hildesheimers Werk im Lichte von dessen historischer Erfahrung (u.a. als Simultandolmetscher bei den Nürnberger Kriegsverbrecher-Prozessen) deutlich gemacht werden.
Zudem wird über das Genre ›Biografie‹ gesprochen, in dem Wolfgang Hildesheimer selbst mit »Mozart« und »Marbot« Meisterwerke schuf.

Moderation: Manfred Müller

4th ph.slam

Ort: Festsaal Haus 4 der PH Wien, EIngang Daumegasse, 1100 Wien

Moderation: Markus Köhle

Eine Veranstaltung von Peter Clar und Sabine Sobotka
in Zusammenarbeit mit Markus Köhle, der Österreichischen Gesellschaft für Literatur und Ide(e)ntitäten. Verein für Kunst und Kultur sowie literadio (www.literadio.org)


Weitere Informationen zum 4 th ph.slam:
reimfieber(at)gmail.com

WERK.GÄNGE: ALOIS HOTSCHNIG

Brigitte Schwens-Harrant lädt in ihrer Gesprächsreihe Autorinnen und Autoren ein, mit ihr durch das eigene Werk zu wandern. Gespräch und Lesung wechseln einander dabei ab, poetologische Entwürfe werden sichtbar, unterschiedliche Texte hörbar.

An diesem Abend unternimmt sie mit Alois Hotschnig einen Gang durch sein Werk und seine Erzählkunst, angefangen bei der Erzählung »Aus« (Luchterhand), bis zu den Erzählungen »Im Sitzen läuft es sich besser davon« (Kiepenheuer & Witsch) und den jüngsten Dramatisierungen seiner Prosa.

LITERATUR.GESCHICHTE

FRANZ KAFKA

Anlässlich des 93. Todestages Franz Kafkas ist der Studien- und Gedenkraum in seinem Sterbehaus, dem ehem. ›Sanatorium Hoffmann‹, ab 11 Uhr geöffnet.

Zum Ausklang rezitiert ab 17 Uhr Charlotte Spitzer die Erzählung »Der Hungerkünstler« von Franz Kafka.
Im gleichnamigen Erzählband nahm Kafka im Kierlinger Sanatorium noch am 2. Juni 1924 Korrekturen vor. Das Buch erschien schließlich wenige Montae nach seinem Tod.

EINTRITT FREI
Gemeinsam mit der Österreichischen Franz Kafka Gesellschaft
Ort: Sanatorium Hoffmann, 3400 Kierling/Klosterneuburg, Hauptstraße 187

NEUE ÖSTERREICHISCHE LITERATUR

Nadine Kegele: »Lieben muss man unfrisiert. Protokolle nach Tonband« (Vorwort: Marlene Streeruwitz / Kremayr & Scheriau)

»40 Jahre nach Erscheinen von Maxie Wanders Bestseller ›Guten Morgen, du Schöne‹ ist es Zeit für eine Neubefragung. Welches Selbstverständnis haben Frauen heute, mit welchem Rollenbild werden sie erwachsen und was wollen sie verändern?
19 Frauen zwischen Madrid und Berlin, zwischen 16 und 92 Jahren erzählen ungeschönt und mit viel Humor aus ihrem Leben, von ihren Ängsten und Sorgen, von falschen, richtigen und notwendigen Entscheidungen und davon, was es braucht, um glücklich zu sein.« (Verlag)

Die Autorin liest gemeinsam mit Michael Poscoleri.

Moderation: Ursula Ebel

7th uni.vie.slam.poetrie

Das diesjährige Motto lautet grenzenlos.

Moderation: Markus Köhle

Eine Veranstaltung von Anna Babka und Peter Clar
in Zusammenarbeit mit Markus Köhle, der Österreichischen Gesellschaft für Literatur und Ide(e)ntitäten. Verein für Kunst und Kultur sowie literadio (www.literadio.org).

Weitere Informationen zum 7th uni.vie.slam.poetrie: peterclar(at)yahoo.de
Ort:
Arkadenhof Universität Wien, Universitätsring 1, 1010 Wien

NEUE ÖSTERREICHISCHE LITERATUR

JUNGE LITERATURWERKSTATT WIEN (1998 – 2017)

Das Ende – ein Fest

Mit zahlreichen ehemaligen und gegenwärtigen jungen AutorInnen.
Kurzlesungen, Rückblicke, Erinnerungen,
Gespräche, Zukunft, Feiern und los ...

Moderation: Semier Insayif
Gemeinsam mit KÖLA

TEXT.BEGEGNUNGEN

Bettina Balaka: »Die Prinzessin von Arborio« (Haymon)
Ein spannender Roman über eine faszinierende Mörderin: »Elisabetta Zorzi ist attraktiv, beruflich erfolgreich und begehrt - und sie ist eine schwarze Witwe, wie sie im Buche steht.« (Verlag)

Lydia Mischkulnig: »Vom Gebrauch der Wünsche« (Haymon)
»Lydia Mischkulnig führt in ihrem jüngsten Roman ›Vom Gebrauch der Wünsche‹ wieder auf ebenso kluge wie unterhaltsame Weise vor, dass die Realität doch ein alltäglicher Irrwitz ist.« (Christa Gürtler)

Begrüßung: Ulla Krauss-Nussbaumer (BMEIA)

Moderation und Gespräch: Manfred Müller
Im Rahmen von »Kreativität als Potential in Kunst und Wissenschaft«, dem 6. Wiener Seminar für Mitarbeiter/innen der Österreich-Bibliotheken des Bundesministeriums für Europa, Integration und Äußeres.

LESE.AUSLESE

Katja Gasser und Cornelius Hell präsentieren und kommentieren im Rahmen ihrer ganz persönlichen Bücherschau literarische Neuerscheinungen aus den Frühjahrsprogrammen deutschsprachiger Verlage.

Moderation und Gespräch: Manfred Müller
Im Anschluss Erfrischungen