Programm September / Oktober 2018

NEUE ÖSTERREICHISCHE LITERATUR

Susanne Gregor: »Unter Wasser« (Droschl)
»Mitten aus dem Leben kommen die Geschichten der acht Ich-Erzählerinnen aus ›Unter Wasser‹. Sie kreisen um Beziehungen mit allen Aufs und viel mehr Abs, das Leben, Lieben und Verlieren.« (Verlag)

Angelika Reitzer: »Obwohl es kalt ist draußen« (Jung und Jung)
»Dieses Buch erzählt die Geschichte einer Frau, so intim wie behutsam, so beiläufig wie einfühlsam, und ist zugleich einer Gegenwart auf der Spur, in der der Wille zur Selbstzerstörung von Enthemmung nicht leicht zu unterscheiden ist.« (Verlag)

Begrüßung: Ulla Krauss-Nussbaumer (BMEIA)
Moderation und Gespräch: Manfred Müller

Im Rahmen des 9. Wiener Seminars für Mitarbeiter/innen der Österreich-Bibliotheken des BMEIA

NEUE ÖSTERREICHISCHE LITERATUR

Karl-Markus Gauß liest aus »Die Bibliothekarinnen von Renens. Reden« und spricht außerdem zu »Von der Produktivkraft des Eigensinns – Die Literaturen des Karl-Markus Gauß« (Hg: Werner Michler; Klemens Renoldner; Norbert Christian Wolf / beide Otto Müller Verlag)

»Hier tritt ein Redner zugleich als geradezu grüblerischer und als kämpferischer Geist an, der wie kein anderer zu verbinden weiß, was gemeinhin nicht zusammenpasst: Nachdenklichkeit und Streitlust, die Freude an der historischen Abschweifung wie der zur polemischen Zuspitzung.« (Otto Müller)

Moderation: Manfred Müller

WIR SCHREIBEN UNS EIN

PROJEKT MIT LESUNGEN UND GESPRÄCH

Das seit 2017 bestehende Projekt ›Wir schreiben uns ein‹ ermöglicht Frauen mit Fluchthintergrund, in Schreibworkshops Deutsch auch als literarische Sprache zu erleben.

Mit Initiatorin Evelyn Steinthaler und den Workshopleiterinnen Nadine Kegele und Mieze Medusa.
Die Workshopteilnehmerinnen Mirvat Abara Aldahabi, Olena Badera, Khatera Miakhel, Mina Miakhel, Amena Moseni, Milada Pisárová und Zarah Sarvayi lesen ihre Texte.

Eine Veranstaltung von LIGGES, gemeinsam mit dem Literaturhaus Wien und der ÖGfL
Ort: Literaturhaus, 1070 Wien, Zieglergasse 26 A

TACHELES

PAUL JANDL – Unser Mann in Berlin

Er ist einer der wichtigsten, witzigsten und wortmächtigsten österreichischen Kritiker im befreundeten Ausland: Paul Jandl, gebürtiger Wiener, Wahlberliner, Mitarbeiter der ›NZZ‹ und der ›Welt‹, ehemaliger Juror des Bachmann-Preises und Verlagslektor, heuer in der Jury des Deutschen Buchpreises engagiert.
Im Gespräch mit Daniela Strigl wird er schriftliche und mündliche Proben seiner feinen Klinge geben und furchtlos hinter die Kulissen der Literaturbetriebsbühne blicken.

SYMPOSION

JAKOB LEVY MORENO
100 Jahre ›DAIMON‹ – Expressionismus, Religion der Begegnung, Psychodrama

Donnerstag, 20.09.2018,
19:00 Uhr

René F. Marineau:
Moreno's contributions to the ›DAIMON‹ as it relates to the World today. (Morenos Beiträge zum ›DAIMON‹ in ihrer Beziehung zur heutigen Welt )
Die Präsentation findet in englischer Sprache statt und beinhaltet auch spielerische Aktionen.

Freitag, 21.09.2018
09:30 Uhr
Einführung/Begrüßung: René F. Marineau, Johann Sonnleitner

10:00 Uhr
Michael Wieser:
100 Jahre Zeitschrift ›DAIMON‹ aus einer österreichischen Perspektive

10:45 Uhr
Kira Kaufmann:
Jakob Levy Moreno und die ›literarische Religion‹

11:45 Uhr
Murray G. Hall:
›DAIMON‹ und die Sozialisierung der Dichtkunst

14:30 Uhr
Johann Sonnleitner:
Formen und Themen der Lyrik im ›DAIMON‹

15:15 Uhr
Wie kann uns der Geist des ›Daimon‹ in der gegenwärtigen Welt helfen?
Round-Table mit allen ReferentInnen und Diskussion mit dem Publikum

Veranstalter: Gesellschaft Moreno Museum; Institut für Germanistik/ Universität Wien; Institut für Psychologie/Universität Klagenfurt, Österreichische Gesellschaft für Literatur; Österreichischer Arbeitskreis für Gruppentherapie und Gruppendynamik, Sektion Psychodrama (ÖAAG)

Weitere Informationen hier
Ausführliches Programm hier

NEUE ÖSTERREICHISCHE LITERATUR

Andrea Winkler: »Die Frau auf meiner Schulter« (Zsolnay)

»Ein Dorf an einem Fluss, eine Ruine, ein paarmal am Tag hält die Lokalbahn. Für Martha der Rückzugsort, um nach einer Reihe von Schicksalsschlägen wieder zu sich zu finden, zur Ruhe zu kommen. [...]
Nach und nach – vom Winter bis zum Sommerbeginn – gelingt es ihr, sich dem Dorf gegenüber zu öffnen.« (Verlag)

Moderation: Manfred Müller

NEUE ÖSTERREICHISCHE LITERATUR

POESIE-FILM
Drei österreichische Autorinnen verbinden an diesem Abend Wort und Bild, Literatur und Kurzfilm, Text und Video.

Mit:
Sigrun Höllrigl: »capparis spinosa« (2014 [2:08 Min.] Directed by Sigrun Höllrig, Text: Sigrun Höllrigl)
und »a man and a woman« (Digital film, HD, 16:9, 2015, [9:36 Min.]. Directed by Sigrun Höllrigl/George Chkheidze, Text Sigrun Höllrigl),

Erika Kronabitter: »ein schwebezustand, der ein gespräch sein könnte«,

Anita C. Schaub »All' die Jahre«, »Mittsommernachtstraum« und »SPIEGEL GRUND«.

Konzept / Organisation / Moderation: Anita C. Schaub

Mit freundlicher Unterstützung der Literar Mechana
Im Anschluss Erfrischungen

LITERATUR.GESCHICHTE

Norbert Christian Wolf: »Revolution in Wien. Die literarische Intelligenz im politischen Umbruch 1918/19« (Böhlau)

Im Herbst 1918 beteiligten sich in Wien bekannte Literaten in herausgehobener Position an den politischen Aktivitäten, die zum Ende der habsburgischen Herrschaft sowie zur Ausrufung der Republik (Deutsch-)Österreich führten.
Das Buch bietet ein Gesamtbild der österreichischen Kultur- und Literaturgeschichte jener spannenden Umbruchsmonate im Herbst/Winter 1918/19.

Mit dem Autor im Gespräch: Oliver Rathkolb und Daniela Strigl

Moderation: Manfred Müller
Gemeinsam mit dem dem Verein Neugermanistik Wien

LITERATUR.GESCHICHTE

W. H. AUDEN

»Thanksgiving für ein Habitat. W. H. Auden in Kirchstetten« (Herausgeber Helmut Neundlinger, Audens Gedichtzyklus neu übertragen von Uljana Wolf; Essays und Beiträge von Andreas Brunner, Timo Frühwirth, Simone Hirth, Erich Klein, Stella Musulin, Helmut Neundlinger und Katharina Strasser. Mit einem Fotoessay von Carmen Osowski; Literaturedition Niederösterreich)

Mit Timo Frühwirth, Helmut Neundlinger, Uljana Wolf

Musik: Bertl Mütter (Posaune)

Moderation: Ursula Ebel
Gemeinsam mit der Literaturedition Niederösterreich

NEUE ÖSTERREICHISCHE LITERATUR

Marion Guerrero: »Alpha« (Edition Atelier)
»Erik Jäger ist ein blendender Selbstdarsteller, ein Meister der Manipulation [...]. Marion Guerrero präsentiert einen Alptraum der Oberflächlichkeiten und verpasst dem männlichen Dominanz- und Alphadenken eine gekonnte Ohrfeige.« (Verlag)

Angelika Stallhofer: »Adrian oder: Die unzählbaren Dinge« (Kremayr & Scheriau)
»Adrian Keller ist Werbetexter und arbeitet für große Unternehmen. [...] In einer Welt der Verrohung, geprägt von Macht und Überwachung, arrangiert Angelika Stallhofer ihre Figuren und Worte wie ein Blumenbouquet – kraftvoll und strahlend.« (Verlag)

Moderation: Ursula Ebel

VERLAGSPORTRAIT

WORTREICH

Karoline Cvancara, die Verlagsgründerin und -leiterin, spricht über den Verlag, seine Ausrichtung und das Programm und stellt Neuerscheinungen aus der aktuellen Verlagsproduktion vor.

Es lesen Patricia Brooks aus »Der Flügelschlag einer Möwe«, Judith Gruber-Rizy aus »Eines Tages verschwand Karola« und Gerhard J. Rekel aus »Der Gott des Geldes«.

Moderation: Ursula Ebel

LITERATUR.GESCHICHTE

Welche Vergangenheit gab sich Zentraleuropa um 1720?

Diskussion mit Grete Walter-Klingenstein (Graz) und Anita Traninger (Berlin), ausgehend von zeitgenössischen Texten (gelesen von Bettina Rossbacher).

Moderation: Ines Peper, Thomas Wallnig

Im Rahmen der internationalen Konferenz »›The Querelle that wasn’t?‹ ›Old‹ and ›New‹ in the intellectual culture of Habsburg Europe, 1700-1750«, Aula am Campus der Universität Wien, 11.-13. Oktober 2018


Gemeinsam mit dem FWF-Projekt ›Benediktiner, Kirchenreform und Staat in Österreich. 1720-40‹ sowie den Instituten für Geschichtsforschung und Geschichte der Universität Wien

Im Anschluss historisches Buffet

NEUE ÖSTERREICHISCHE LITERATUR

Sabine Gruber: »Am Abgrund und im Himmel zuhause. Gedichte« (Haymon)
»... berührend und persönlich, dabei immer schlicht über Verlust, Abschied und Trauer: von der Sehnsucht und der Leere, die bleiben, aber auch von den eingebrannten Erinnerungen an das Schöne.« (Verlag)

Günther Kaip: »Eine Membran sind wir. Gedichte« (Bibliothek der Provinz)
»Das Herz gräbt sich / in die Erde ein, / wartet aufs Weiß des Winters, / in dem die Krähen ihre Spuren hüpfen, / mit Kreischen die Lüfte pflastern / und sich treiben lassen, / wie das Herz durch seine Träume.«

Moderation: Manfred Müller

NEUE ÖSTERREICHISCHE LITERATUR

›LITERARISCHES ÖSTERREICH‹
Themenheft 2018: FRIEDE

»Friede ist mehr als die Abwesenheit von Krieg. Er reicht von Langeweile über Harmonie bis hin zur Friedhofsruhe. Immer muss man ihn sich erkämpfen.«
Die Jury, bestehend aus Marianne Gruber, Martin Stankowski, Wolfgang Groiss, Max Haberich und Sabine Scholl, hat unter 130 Einsendungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz herausragende ausgewählt, um sie im neuen Themenheft des Österr. Schriftstellerinnen- und Schriftstellerverbandes zu präsentieren.

Mit: Ewald Baringer, Max Haberich

Moderation: Marianne Gruber

Gemeinsam mit dem Österreichischen Schriftstellerinnen- und Schriftsteller Verband (ÖSV)

NEUE ÖSTERREICHISCHE LITERATUR

SLAM IM WASSERGLAS

Martin Fritz (Innsbruck) und Agnes Maier (Graz)

Poetry Slam boomt, ist immens publikumswirksam, ausgezeichnet vernetzt, selbstbewusst im Auftreten, aber oft erstaunlich wenig ›literaturbewusst‹. Mit ›Slam im Wasserglas‹ haben die beiden Pionier_innen der österreichischen Slamszene, Mieze Medusa und Markus Köhle, gemeinsam mit der ÖGfL ein Format entwickelt, das den Poet_innen im Geiste des Wiener Salons nicht nur eine Bühne bietet, sondern auch einen Diskursraum.

Moderation und Konzept: Markus Köhle und Mieze Medusa

mitSprache – AKTIONSTAG 2018

WAS KANN LITERATUR?

Grundsatzrede: Marlene Streeruwitz

Impulsreferate, Zitate, offenes Podiumsgespräch zum Thema, u.a. mit Radka Denemarková, Gustav Ernst, Michael Hammerschmid, Florian Huber, Sama Maani, Evelyn Steinthaler, Theresa Übelhör und dem Publikum, unter Einbeziehung verschiedener Antworten auf die Frage ›Was kann Literatur‹.

mitSprache ist ein freier Zusammenschluss österreichischer Häuser der Literatur, die vor gesellschaftspolitischem Hintergrund seit 2004 gemeinsam Projekte entwickeln und bundesweit umsetzen. Das aktuelle Projektthema ist die Frage ›Was kann Literatur?‹

Näheres auf www.mit-sprache.net

Eine Kooperation von Alte Schmiede, Literaturhaus Wien und Österreichische Gesellschaft für Literatur im Rahmen des mitSprache-Netzwerks gefördert vom Bundeskanzleramt.
Ort:
Literaturhaus, 1070 Wien, Zieglergasse 26 A

DA CAPO

LITERATUR IM CAFÉ CENTRAL

Die neue Veranstaltungsreihe, die in Kooperation mit einem der wichtigsten literarischen Cafés der Stadt, dem Café Central, organisiert wird, macht das Kaffeehaus wieder zum zentralen literarischen Ort. An mehreren Abenden im Jahr treten Autorinnen und Autoren auf, das Kaffeehaus, ein traditionsreicher Ort der Begegnung, wird wieder zur literarischen Bühne.

Zum Einstand lesen Doris Knecht, Radek Knapp und Petra Piuk aus eigenen Texten, die das Schreiben und Leben im Kaffeehaus thematisieren. Zudem sprechen sie über ihre ganz persönliche Beziehung zum Wiener Café.

Moderation: Manfred Müller

In Kooperation mit dem Café Central
Ort: Café Central, Arkadenhof, 1010 Wien, Herrengasse 14

WERK.GÄNGE

ANNA WEIDENHOLZER

Brigitte Schwens-Harrant
lädt in ihrer Gesprächsreihe Autorinnen und Autoren ein, mit ihr durch das eigene Werk zu wandern. Gespräch und Lesung wechseln einander dabei ab, poetologische Entwürfe werden sichtbar, unterschiedliche Texte hörbar.

An diesem Abend unternimmt sie mit Anna Weidenholzer einen Gang durch ihre Werke, angefangen bei den Erzählungen »Der Platz des Hundes« über den Roman »Der Winter tut den Fischen gut« bis zum Roman »Weshalb die Herren Seesterne tragen«.

Biografie

Daniela Humajová

studierte an der Karl-Marx-Universität Leipzig  und an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena Germanistik und Kunstwissenschaften, sie ist als Übersetzerin deutscher, österreichischer und Schweizer AutorInnen tätig und arbeitet im Literaturinformationszentrum Bratislava. Zuletzt auf Deutsch erschienen: »Die schöne, kalte Freiheit. 14 Autorinnen aus der Slowakei« (Hg., 2013).