Programm Mai / Juni 2022

NEUE ÖSTERREICHISCHE LITERATUR

Ewald Baringer: »Der Zaunprinz« (Limbus)
Alfred reist von Wien nach Rom, um mehr über seine ehemalige Geliebte Marianne und deren Tod zu erfahren – und über sich selbst. »Manchmal lauert das Glück mit kleinen Füßchen an Wänden.« (Verlag)

Christian Futscher: »Statt einer Mütze trug ich eine Wolke« (Czernin)
»Episoden aus dem Leben einer kleinen, bunt zusammengewürfelten Freundesgruppe ... Und so stolpert man beim Lesen von einer Erzählung in die nächste, bis die Grenzen zwischen Wahrheit und Fantasie verschwimmen.« (Verlag)

Moderation: Ines Scholz

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DER GLÄSERNE VORHANG

György Dragomán: »Löwenchor. Novellen« (Aus dem Ungarischen von Timea Tankó und Terézia Mora/ Suhrkamp)

»Musik als Leidenschaft, Wunschtraum und Fluch, als Katalysator des Übersinnlichen und als Auslöserin von Katastrophen – all diese Motive wandern durch die zwanzig Novellen, aus denen György Dragomán seinen mächtigen Löwenchor zusammengestellt hat.« (Verlag)

Moderation und Gespräch: Cornelius Hell

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NEUE ÖSTERREICHISCHE LITERATUR

Wolfgang Hermann: »Insel im Sommer« (Czernin)

»Eine berührende Erzählung über einen Neubeginn nach einem tragischen Schicksalsschlag. Mit gebrochenem Herzen reist der Vater in den Süden Frankreichs, an all die Orte, an denen er mit seinem Sohn glücklich war.« (Verlag)

»Insel im Sommer« knüpft an das international erfolgreiche Buch »Abschied ohne Ende« (Langen Müller, 2012) an. Wolfgang Hermann wird im Gespräch auf beide Romane eingehen.

Moderation: Manfred Müller

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DEUTSCHSPRACHIGE LITERATUR

Christopher Wurmdobler: »Ausrasten. Erzählungen« (Czernin)
Diese »Erzählungen versammeln außergewöhnliche Persönlichkeiten aus Wien, deren größte Gemeinsamkeit die Stadt ist, in der sie leben.« (Verlag)

Tom Zürcher: »Liebe Rock« (Picus)
»Ein sympathischer Hochstapler und seine Nöte:
Wie man einen Bestseller schreibt und dabei sein Leben immer weiter vermurkst.« (Verlag)

Moderation und Gespräch: Ursula Ebel

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NEUE ÖSTERREICHISCHE LITERATUR

DEBUTROMANE

Ursula Knoll: »Lektionen in Dunkler Materie« (Edition Atelier)
»Wenn Menschen scheinbar aus dem Nichts ausflippen, steckt manchmal ganz schön viel dahinter...« (Verlag)

Constantin Schwab: »Das Journal der Valerie Vogler« (Droschl)
»Die Journalistin Valerie Vogler wird von der extrem gehypten vierköpfigen Künstlergruppe AURORA nach Spitzbergen eingeladen.« (Verlag)

Moderation: Ines Scholz

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JUBILÄUM

DIE LITERATURGESELLSCHAFT UND DER WIENER LITERATURBETRIEB

Als ältester literarischer Veranstaltungsbetrieb der Stadt hatte die Literaturgesellschaft in den 1960er Jahren eine dominante Position im Literaturbetrieb inne. Dies änderte sich im Laufe der Zeit, zahlreiche Institutionen machten das literarische Feld bunter und vielfältiger.

An diesem Abend möchten wir zunächst über den Literaturbetrieb der 1960er- und 1970er-Jahre sprechen und über die Zielsetzung und Eigenwahrnehmung der Literaturgesellschaft.

Danach sprechen Kurt Neumann, Franz Schuh und Reinhard Urbach über Rolle, Bedeutung, aber auch Versäumnisse der Literaturgesellschaft sowie über die Entwicklung der Wiener literarischen Institutionen und die Ausdifferenzierung einer großstädtischen Kulturlandschaft.

Einführung, Moderation, Gespräch: Ursula Ebel und Manfred Müller

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REISEN WIR!

»Hier ist Literatur! Reisen zu literarischen Erinnerungsorten in Niederösterreich« (hg. von Helmut Neundlinger, Julia Stattin, Katharina Strasser und Fermin Suter, Fotografien von Klaus Pichler/Literaturedition Niederösterreich)
Julia Stattin und Fermin Suter stellen das Buch vor,
Andreas Jungwirth (zum ›Audenhaus‹ in Kirchstetten), Ana Marwan (zu Franz Kafkas Sterbehaus in Kierling) und Hanno Millesi (zum ›Haus der Künstler‹ in Gugging) lesen aus ihren Texten und sprechen über die von ihnen beschriebenen Gedenkorte.

Moderation und Gespräch: Ursula Ebel
Gemeinsam mit der Literaturedition Niederösterreich

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DEUTSCHSPRACHIGE LITERATUR

Arnold Stadler: »Am siebten Tag flog ich zurück. Meine Reise zum Kilimandscharo« (S. Fischer)

»Zum Kilimandscharo reist in diesem wundersamen Buch der Ich-Erzähler, hinter dem sein Autor Arnold Stadler gut zu erkennen ist. [...]
Die Reise nach Afrika wird für den Erzähler zu einer tragikomischen Tour de Force durch deutsche Gegenwart, koloniale Vergangenheit und touristische Träume. Und, wie könnte es anders sein bei diesem Autor, zu einer kurvenreichen Erkundung des eigenen Inneren und des ganzen menschlichen Lebens.« (Verlag)

Moderation und Gespräch: Cornelius Hell

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LITERATUR.GESCHICHTE

»Franz Kafka: Die Zeichnungen« (hg. von Andreas Kilcher unter Mitarbeit von Pavel Schmidt. Mit Essays von Judith Butler und Andreas Kilcher/C.H. Beck)

Ein internationales Ereignis: Die Erstveröffentlichung der neu aufgetauchten Zeichnungen Franz Kafkas.

»Kafkas Zeichnungen kippen vom Realistischen ins Phantastische, ins Groteske, manchmal auch Unheimliche oder Karnevaleske. Zusammen machen sie einen zweiten Kafka neben dem Schriftsteller sichtbar.« (Verlag)

Andreas Kilcher stellt den Band vor und zeigt einige der Zeichnungen Franz Kafkas.

Moderation und Gespräch: Manfred Müller
Gemeinsam mit der Österreichischen Franz Kafka Gesellschaft

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NEUE ÖSTERREICHISCHE LITERATUR

Margit Schreiner: »Mütter. Väter. Männer. Klassenkämpfe. Über das Private« (Schöffling & Co)

»Aus der Entfernung des siebten Lebensjahrzehnts beobachtet und beschreibt Margit Schreiner lakonisch und mit viel Empathie das Mädchen, das sie einmal war:
das aufs Gymnasium geht, neue Freunde findet, sich politisiert, erste Erfahrungen mit der Sexualität macht und schließlich die Schule beendet.« (Verlag)

Moderation und Gespräch: Manfred Müller

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LITERATUR.GESCHICHTE

Stefan Zweig: »Ungeduld des Herzens« (Band IV der ›Salzburger Ausgabe‹: Das erzählerische Werk von Stefan Zweig in sieben Bänden; hg. von Stephan Resch/Zsolnay)

»Der einzige von Stefan Zweig zu Lebzeiten veröffentlichte Roman ist ein psychologisch raffiniertes Gesellschaftspanorama mit ungebrochener Anziehungskraft, das die Leserinnen und Leser in ein Netz aus Liebe, Mitleid, Schwäche und Verantwortung verstrickt.« (Verlag)

Mit dem Herausgeber des Bandes Stephan Resch und den beiden Gesamtherausgebern der ›Salzburger Ausgabe‹ Werner Michler und Klemens Renoldner.

Moderation: Manfred Müller

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DEUTSCHSPRACHIGE LITERATUR

Dirk Schümer: »Die schwarze Rose« (Zsolnay)

»Als Ketzer denunziert, muss sich im Jahr 1328 der berühmte deutsche Prediger Eckhart von Hochheim am Hof des Papstes in Avignon der Inquisition stellen.
[...]
Dort, wo Umberto Ecos »Der Name der Rose« aufhört, setzt Dirk Schümers packender historischer Roman an. Wir erleben eine finstere Metropole der Religion, in der nur ein Credo gilt: Gold.« (Verlag)

Moderation und Gespräch: Herbert Ohrlinger

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TEXT.BEGEGNUNGEN

poesie als musik – zwischen atem, stille und schrei

Mit Manon Bauer und Julia Costa

Ein Abend voller Gedichte, Musik und der poetischen Korrespondenz zweier Dichterinnen.
Und nicht zuletzt mit Gesprächen über die Frage, wie Gedichte entstehen, was sie sind und welche Bedeutung sie für den/die Einzelne/n und eine Gesellschaft entwickeln könn(t)en.

Idee, Moderation und Gespräch: Semier Insayif

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NEUE ÖSTERREICHISCHE LITERATUR

Manfred Chobot liest aus und spricht zu seinen neuen Büchern »Das Hortschie-Tier und Die Lurex-Frau. Hyper-Texte« (mit Illustrationen von Walter Schmögner/Edition lex liszt) und »Hawai'i. Mythen und Götter« (Wieser).

Im Anschluss Filmvorführung:
»Sprechkörner. Der Schriftsteller Manfred Chobot« Ein Film von Patricia Marchart und Georg Sabransky (Schutzfilm Produktion).

Moderation: Manfred Müller

NEUE ÖSTERREICHISCHE LITERATUR

Mareike Fallwickl: »Die Wut, die bleibt« (Rowohlt. Hundert Augen)

»Drei Frauen: Die eine entzieht sich dem, was das Leben einer Mutter zumutet. Die anderen beiden, die Tochter und die beste Freundin, müssen Wege finden, diese Lücke zu schließen. Ihre Schicksale verweben sich in diesem bewegenden und kämpferischen Roman darüber, was es heißt, in unserer Gesellschaft Frau zu sein.«

Moderation: Ursula Ebel

LYRIK 2022

TAG DER LYRIK

Raoul Eisele: »Einmal hatten wir schwarze Löcher gezählt« (Schiler & Mücke)

Daniela Kocmut: »Freitauchen. Gedichte« (keiper lyrik 26)

Es lesen die Autorin und der Autor sowie Studierende der ›Schauspielakademie Elfriede Ott e.V.‹.

Moderation: Marianne Gruber

LITERATUR.GESCHICHTE

Imre Kertész: »Heimweh nach dem Tod. Arbeitstagebuch zur Entstehung des ›Romans eines Schicksallosen‹« (hg. und übersetzt von Ingrid Krüger und Pál Kelemen/Rowohlt)

»›Der Muselmann‹, so sollte der ›Roman eines Schicksallosen‹ ursprünglich heißen. Zehn weitere Jahre würde Kertész noch zu seiner Vollendung brauchen, um anschließend zu erleben, wie das Buch, das dreißig Jahre später mit dem Nobelpreis ausgezeichnet werden würde, im sozialistischen Ungarn zunächst abgelehnt wurde.« (Verlag)

Zu Buch und Autor sprechen Pál Kelemen, Katalin Madácsi-Laube und Cornelius Hell.

Gemeinsam mit dem Collegium Hungaricum

JUBILÄUM

SPRACHE MACHT POLITIK

Die Zusammenhänge von Sprache, Macht und Politik sind wieder allgegenwärtig. Vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine gewinnen Lüge und/oder Authentizität der Sprache eine lang vergessene Dringlichkeit.
 
Dieser Jubiläums-Abend der ÖGfL und des IWM wird sich den Zusammenhängen von Sprache und Krieg, Übersetzung und politischer Einflussnahme widmen und erläutern, welch herausragende Bedeutung in Zeiten von Krieg und Propaganda gerade die Übersetzer*innen haben.
 
Die Übersetzung ist ein zentrales Thema der ÖGfL und des IWM seit deren Gründung vor 60 Jahren bzw. 40 Jahren. Seit Jahrzehnten  vergibt die ÖGfL Stipendien für literarische Übersetzungen, ebenso das IWM, das mit seinem Celan-Fellowship komplementär die Übersetzung von Schlüsselwerken der Geistes- und Sozialwissenschaften fördert.

Mit Iryna Herasimovich (deutsch – belarusisch), Sława Lisiecka (deutsch – polnisch), Nelia Vakhovska (deutsch – ukrainisch) und Thomas Weiler (belarusisch, polnisch, russisch – deutsch).

Einführung, Moderation, Gespräch: Ursula Ebel, Ludger Hagedorn, Manfred Müller

Gemeinsam mit dem IWM (Institut für die Wissenschaften vom Menschen).

LESE.AUSLESE

JUBILÄUMSEDITION 1. Teil

Katja Gasser
und Cornelius Hell präsentieren ihre persönlichen Favoriten aus den Frühjahrsprogrammen deutschsprachiger Verlage.

Im Jubiläumsjahr stellen sie darüber hinaus einige ihrer Lieblingsbücher aus den vergangenen 60 Jahren vor.

Moderation und Gespräch: Manfred Müller
Anschließend möchten wir unseren Saisonschluss feiern.
Wenn es möglich ist, gibt es Bowle und Erfrischungen und wir stoßen mit unseren Gästen auf 60 Jahre Literaturgesellschaft an. Sie sind herzlich eingeladen!