Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde der Literaturgesellschaft,

wir wissen leider nach wie vor nicht, wann und nach welchen Regeln wieder Publikum zugelassen sein wird. Den jeweiligen Stand finden Sie in unserem wöchentlichen E-Mail-Newsletter. Außerdem bitten wir Sie, sich regelmäßig auf unseren Online-Plattformen über die aktuelle Situation zu informieren.

Corona bringt es mit sich, dass wir unseren jährlichen Lyrik-Schwerpunkt auf mehrere Monate verteilen müssen.
Alle Abende mit vielen Auftretenden, darunter auch unser ›Tag der Lyrik‹, werden zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

Grundsätzlich gilt: Alle unsere Veranstaltungen werden nach Möglichkeit live auf unserer Facebook-Seite übertragen und sind eine Woche lang auf unserem Blog und unserem YouTube-Kanal zu sehen.

Sollte ein Veranstaltungsbesuch möglich sein, gelten die jeweiligen Regeln zu Abstand, Corona-Test, Mund-Nasenschutz/FFP2-Maske und Contact Tracing.


Eine Platzreservierung ist unbedingt erforderlich:
Tel.: 01/533 81 59 oder E-Mail: office(at)ogl.at. 
Pro Person sind bis zu zwei Reservierungen möglich.

Wir freuen uns schon darauf, Sie bald wiederzusehen!

Programm März / April 2021

LYRIK 2021

Sina Klein: »Skaphander. Gedichte« (Klever)
Gedichte wie Schutz­anzüge »für extreme Druckver­hält­nisse ... Du und Ich rücken darin bis zur Vertau­schung zusammen, um (digitale) Räume auszuloten.« (Verlag)
Man wird »mit ihren Gedichten nie fertig; eine schöne Irritation bleibt immer.« (Deutschlandfunk)

Helmut Neundlinger: »Virusalem. Gesang aus dem Bauch des Wals« (Müry Salzmann)
»... ein zwischen Poesie und Pointe changierendes, den Geist anregendes Vademecum, das – von der aktuellen Krise angestoßen – so weit über diese hinausweist wie die im Titel anklingende Stadt.« (Verlag)

Moderation: Ines Scholz

WERK.GÄNGE

SEMIER INSAYIF

In ihrer Gesprächsreihe lädt Brigitte Schwens-Harrant Autorinnen und Autoren ein, mit ihr durch die eigenen literarischen Werke zu wandern. Gespräch und Lesung wechseln einander dabei ab, poetologische Entwürfe werden sichtbar, unterschiedliche Texte hörbar.

An diesem Abend unternimmt sie mit Semier Insayif einen abwechslungsreichen Gang durch einige seiner Werke. Ausgehend von seinen Lyrikbänden »69 konkrete annäherungsversuche« (1998) und »über gänge verkörpert« (2001) über »libellen tänze« (2004) und »boden los« (2012) bis zu »Mondasche« (2019).

LYRIK 2021

Stephan Eibel: »decke weg. Gedichte« (Limbus Lyrik)

»In diesen Zeiten ist es schwer, nicht zu verzweifeln. Wie findet man einen gangbaren Weg zwischen all dem Bösen, dem offenen, tödlichen Hass, den Nationalismen?
Mit Haltung und Trauer, feinem Wortwitz und mitunter derber Schlagfertigkeit, mit offener Sympathie und großem Herzen trotzt er der Politik, den Raunzern, den falschen Freunden, ja: dem Tod.« (Verlag)

Moderation: Manfred Müller

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NEUE ÖSTERREICHISCHE LITERATUR

Christian Futscher: »Mein Vater, der Vogel« (Czernin)
»... ein Fundus an Geschichten aus dem Leben und eine Hommage an einen Vater, der manchmal mehr Kind ist als sein Sohn. Auf einfühlsame und unvergleichliche Weise versteht Futscher es, die kindischen Aktionen und übermütigen Blödeleien des Vaters in sprachliche Kunstwerke zu verwandeln.« (Verlag)

Wolfgang Müller-Funk:
»365 Tage sind kein Jahr. Roman in lyrischer Prosa« (Mit 12 digitalen Abbildungen von Sabine Müller-Funk/Königshausen & Neumann)
»Es ist die Autobiographie eines schreibenden Denkens, das sich an das hält, was konkret vorgefunden wird – in anderen Ländern, aber auch im eigenen Fremden.« (Verlag)

Moderation: Manfred Müller

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TACHELES

ANTJE RÁVIK STRUBEL
Denken und Natur

Antje Rávik Strubel (»Tupolew 134«, »Kältere Schichten der Luft«) ist die Autorin spannender, politisch grundierter, psychologisch versierter und erotisch ungenierter Romane, in denen Queerness und (Trans-)Genderfragen lange vor ihrer Allgegenwart wie selbstverständlich verhandelt werden. 2019 erhielt sie den ›Preis der Literaturhäuser‹. 


Die Amerikanistin übersetzte aus dem Englischen (Virginia Woolf, Joan Didion, Lucia Berlin) und Schwedischen und schrieb – als Potsdamerin! – eine »Gebrauchsanweisung fürs Skifahren«. Auch darüber wird sie mit Daniela Strigl reden. Und Passagen aus künftigen Büchern lesen.

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NEUE ÖSTERREICHISCHE LITERATUR

Anna Herzig: »Herr Rudi« (Voland & Quist)
»Anna Herzig entfaltet die brutale Wucht der Trauer nach dem Verlust eines geliebten Menschen, ohne dabei den hartnäckigen Charme des Lebens zu missachten. Die Geschichte eines lebenslangen Requiems auf die große Liebe und die Bedeutung von besten Freunden, erzählt in einer derben wie herzerwärmenden Manier.« (Verlag)

Renate Silberer: »Hotel Weitblick« (Kremayr & Scheriau)
»Mit einem Kammerspiel der sogenannten Leistungsträger konzentriert Renate Silberer in ihrem Romandebut die zwischenmenschlichen Konflikte in einem Punkt. Sie richtet einen entlarvenden Blick auf die erlernten Handlungsweisen unserer Gesellschaft und legt deren zutiefst beunruhigende Ursprünge frei.« (Verlag)

Moderation: Ines Scholz

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Die Veranstaltung wird auf Wunsch der beiden Auftretenden auf 27. September verschoben.

 

WERK.GÄNGE: LAURA FREUDENTHALER

In ihrer Gesprächsreihe lädt Brigitte Schwens-Harrant Autorinnen und Autoren ein, mit ihr durch die eigenen literarischen Werke zu wandern. Gespräch und Lesung wechseln einander dabei ab, poetologische Entwürfe werden sichtbar, unterschiedliche Texte hörbar.

An diesem Abend unternimmt sie mit Laura Freudenthaler einen abwechslungsreichen Gang durch einige ihrer Werke. Ausgehend von »Der Schädel von Madeleine: Paargeschichten« (2014) über den Roman »Die Königin schweigt« (2017) bis zum Roman »Geistergeschichte« (2019).

Diese Veranstaltung wird auf 18. Mai verschoben

NEUE ÖSTERREICHISCHE LITERATUR

Anna Felnhofer: »Schnittbild« (luftschacht)
In diesem Prosadebut handeln vier Episoden von »Begegnungen zwischen jeweils zwei Menschen, deren augenscheinlichste Gemeinsamkeit der Kontakt zu einer Therapeutin ist. Sie ist es gewöhnt, eine Rolle zu spielen, und sie ist eine Meisterin darin ...« (Verlag)

Flora S. Mahler: »Julie Leyroux« (Müry Salzmann)
»Fabelhaft gelingt Flora S. Mahler mit ihrem Erstling eine Nahaufnahme des Kunstbetriebs, eine authentische Innenschau der Gefühls- und Arbeitswelten der Thirtysomethings – ein Roman, der mit den naheliegenden und zugleich großen Themen des Lebens berauscht: der Liebe, der Arbeit, dem Tod und dem Weltall.« (Verlag)

Moderation: Ursula Ebel

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NEUE ÖSTERREICHISCHE LITERATUR

Ludwig Laher: »Schauplatzwunden. Über zwölf ungewollt verknüpfte Leben« (Czernin)

Zwölf Menschen, die durch furchtbare Umstände und einen Ort unfreiwillig miteinander verbunden wurden.
Der Schauplatz ist ein zwischen Frühsommer 1940 und Spätherbst 1941 bestehender NS-Lagerkomplex in St. Pantaleon-Weyer, der zuerst als Arbeitserziehungslager und später als Zigeuneranhaltelager geführt wurde.
»Ein ungemein erhellendes Panorama aus Willkür, Ohnmacht, verbrecherischer Energie, roher Gewalt, politischem Kalkül, aber auch absurder, lebensentscheidender Zufälle.« (Verlag)

Moderation: Manfred Müller

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NEUE ÖSTERREICHISCHE LITERATUR

Anna Baar: »Nil« (Wallstein)

Eine Geschichtenerfinderin wird beauftragt, ihre Fortsetzungsstory für ein Frauenmagazin in der nächsten Ausgabe zu Ende zu bringen. Fieberhaft entwirft sie ein Endszenario, vernichtet aber die Notizen – nicht, weil es misslungen wäre, sondern aus Furcht, es bewahrheite sich.
Ein Roman über das Verhältnis von Realität und Fiktion, Erzählen und Erinnern.

Moderation: Manfred Müller

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Diese Veranstaltung wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt

ZEITSCHRIFTEN
REIBEISEN

Präsentation des Heftes 38 von ›REIBEISEN. Das Kulturmagazin aus Kapfenberg‹

Autorinnen und Autoren lesen ihre Texte aus dem neuen ›REIBEISEN‹.

Moderation: Marianne Gruber
Gemeinsam mit dem ›Europa-Kulturkreis Kapfenberg‹

JOURNAL DES SCHEITERNS

Gespräche, Erzählungen, Lebenslinien

Wo wir aufschlagen, und was davon bleibt, Trümmer oder bloßes Verschwimmen – das Journal des Scheiterns liest die Spuren der Nullsummenspiele unserer Zeit. Sein Forschungsgebiet ist die Welt, der Forschungsgegenstand das Glück. Stets gemessen an Ilse Aichingers Satz:
»Alles geht unter, aber wie wir es gespielt haben, bleibt in der Luft.«

Eine Veranstaltungsreihe mit stets zwei besonderen Gästen und einem ausgesuchten Text. Abgehalten in Hinterzimmern von Gaststätten und in Literaturinstitutionen. Per Livestream übertragen, aufgezeichnet im Video-Podcast.

Konzept und Durchführung:
Stefan Gmünder und Martin Prinz
Gäste diesmal sind: Birgit Birnbacher und Hans Raimund

Die Veranstaltung wird auf 23. November verschoben.

AUTORINNEN.LEXIKON
PAUL CELAN und KLAUS DEMUS

Paul Celan: »›etwas ganz und gar Persönliches‹ –
Briefe 1934-1970« (Ausgewählt, herausgegeben und kommentiert von Barbara Wiedemann/Suhrkamp) Cornelius Hell stellt den Band vor,
Bettina Rossbacher liest.

»691 Briefe, davon 330 bisher unpubliziert, an 252 Adressaten, offenbaren eine Vielzahl bisher verborgener biografischer Fakten, ermöglichen eine Präzisierung seiner Poetologie und zeigen ihn zugleich als Menschen in seinem ganz gewöhnlichen Alltag.« (Verlag)
Klaus Demus liest Gedichte.
»Du hast soviel Sprache, Klaus.« (Paul Celan)

Susanne Ayoub zeigt ihren Film »Antschel«
(mit Klaus Demus / Sound: Heiland & Strigoi)

Moderation und Gespräch: Manfred Müller
Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem IWM (Institut für die Wissenschaften vom Menschen)

VERLAGSPORTRAIT

HAYMON VERLAG

Linda Müller stellt den Verlag vor und spricht über das aktuelle Programm.

Katharina Schaller: »Unterwasserflimmern«
»... über das, was zwischen uns liegt: Über das Salz auf unserer Haut, wenn wir uns ganz nahe sind. Die Kälte im Blick einer Person, die uns fremd geworden ist. Über Freundschaft und Familie, unverhoffte Beziehungen und Liebe, Vertrauen und Begehren.« (Verlag)

Natalka Sniadanko: »Der Erzherzog, der den Schwarzmarkt regierte, Matrosen liebte und mein Großvater wurde« (Aus dem Ukrainischen von Maria Weissenböck)
Ein dynamisches Panorama einer Familie und eines ungestümen Jahrhunderts: Erzherzog Wilhelm leidet unter Spinnen- und Nadelphobie, liebt seidene Schlafröcke, Tätowierungen und Männer. Und auch das Leben seiner Enkelin Halyna ist von Umbrüchen geprägt...

Moderation und Gespräch: Ursula Ebel

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DER GLÄSERNE VORHANG

Juri Andruchowytsch: »Die Lieblinge der Justiz. Parahistorischer Roman in achteinhalb Kapiteln« (Aus dem Ukrainischen von Sabine Stöhr/Suhrkamp)

Die Lieblinge der Justiz, das sind Verbrechen und Verbrecher, echte und vermeintliche:
Bohdan Staschynskyj zum Beispiel, ein KGB-Agent und Auftragskiller. Oder Mario, der Kolonialwarenhändler aus Kolomea im östlichen Hinterland der k. und k. Monarchie.

»Juri Andruchowytsch entfaltet in seinem neuen Buch ein die Jahrhunderte umspannendes Panorama von Mord, Liebe und Verrat, von der Monstrosität des Verbrechens und der Justiz. Und doch ist nicht alles, wie es scheint ...« (Verlag)

Moderation: Cornelius Hell
Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem IWM (Institut für die Wissenschaften vom Menschen)