Liebe Freundinnen und Freunde,

nach einer mehrmonatigen Pause laden wir Sie ab September wieder zu Veranstaltungen in die Literaturgesellschaft ein und hoffen, dass alles nach Plan ablaufen kann.

Wir werden alles tun, um das Risiko einer Covid19-Ansteckung für unsere Gäste und uns selbst zu minimieren. Dazu gehören penible Desinfektion und häufiges Lüften, gegebenenfalls auch Mund-Nasenschutz, Contact Tracing und, vor allem, eine Höchstzahl für Besucherinnen und Besucher.

Wenn Sie eine Veranstaltung besuchen möchten, bitten wir Sie, rechtzeitig vorab einen Platz zu reservieren (pro Person sind bis zu zwei Reservierungen möglich) – telefonisch (01 5338159) oder per E-Mail (office(at)ogl.at).

Um allen Interessierten zumindest eine virtuelle Teilnahme an den Veranstaltungen zu ermöglichen, werden wir viele Abende live im Internet übertragen.

Da sich die Regelungen für Veranstaltungen kurzfristig ändern können, bitten wir Sie, sich regelmäßig auf unseren Online-Plattformen (Website, Blog, Facebook) über die aktuelle Situation zu informieren.

Wir freuen uns schon darauf, Sie bald wiederzusehen!

Die mit einem * markierten Veranstaltungen werden auf unserem Facebook-Kanal live gestreamt und können danach noch jeweils eine Woche lang auf unserem Blog, auf unserem YouTube-Kanal und unter https://www.facebook.com/Literaturgesellschaft/live/ angeschaut werden.

Programm September / Oktober 2020

literarische KAFKA.LEKTÜREN

13. Abend: Margit Schreiner

Autorinnen und Autoren lesen und kommentieren kurze, selbstgewählte Passagen aus Texten Franz Kafkas und sprechen über Kafkas Bedeutung für ihre eigene literarische Arbeit.

Margit Schreiner hat, genau 100 Jahre nach Kafkas Beziehung zu Milena Jesenská, einen seiner ›Briefe an Milena‹ ausgewählt.

Moderation und Gespräch: Manfred Müller
Gemeinsam mit der Österreichischen Franz Kafka Gesellschaft

NEUE ÖSTERREICHISCHE LITERATUR*

Gerhard Melzer: »Von Äpfeln, Glasaugen und Rosenduft« (Fotos: Valerie Fritsch; Nachwort: Franz Schuh / Sonderzahl)

Gerhard Melzer spürt in seinen »literarischen Miniaturen« (Peter Turrini) Nebensächlichkeiten, kleinen, unscheinbaren Dingen im Werk von 25 österreichischen Autorinnen und Autoren nach. Er versteht sie, frei nach Peter Handke, als »erhellende Nacherzählungen«, die das Besondere des jeweiligen Werks aufschließen und akzentuieren.

Gerhard Melzer stellt den Band vor,
Peter Henisch liest aus seinem Beitrag

Moderation und Gespräch: Manfred Müller

LITERATUR.GESCHICHTE*

Ernst Lothar: »Das Wunder des Überlebens. Erinnerungen« (mit einem Nachwort von Daniel Kehlmann; Zsolnay)

Ernst Lothar, der Autor des berühmten Romans »Der Engel mit der Posaune«, war vieles: Theaterkritiker und -direktor, nach dem Zweiten Weltkrieg Entnazifizierungsoffizier, und schließlich in führenden Positionen am Burgtheater und bei den von ihm mitbegründeten Salzburger Festspielen.

»Diese Erinnerungen sollten Pflichtlektüre sein.« (Daniel Kehlmann)

Dagmar Heißler und Herbert Ohrlinger sprechen über Ernst Lothar,
Nikolaus Kinsky liest.

Moderation und Gespräch: Manfred Müller

ACHTUNG: Veranstaltung abgesagt!

Achtung: Aufgrund der aktuellen Situation wird die Veranstaltung auf Wunsch der Autorin abgesagt. Wir versuchen, den Abend zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen.

TACHELES
SIBYLLE LEWITSCHAROFF
Zwischen Gott und der Welt

Sie ist eigenwillig und streitbar im Denken wie im Schreiben, ebenso gelehrt wie witzig und eine der höchstdekorierten Autorinnen des deutschen Sprachraums, vom ›Ingeborg-Bachmann-Preis‹ (1998) bis zum ›Georg-Büchner-Preis‹ (2013).

Sibylle Lewitscharoff führte einen Dialog mit Dante (»Das Pfingstwunder«, Suhrkamp, 2016) und konfrontiert ihre Figuren immer wieder mit den letzten Dingen, jüngst in ihrem Roman »Von oben« (Suhrkamp, 2019).

Sibylle Lewitscharoff wird ausgewählte Texte lesen und mit Daniela Strigl unter anderem über ihre Vorlieben in der österreichischen Literatur und den gegenwärtigen Zustand des deutschen Geistes sprechen.

NEUE ÖSTERREICHISCHE LITERATUR

Radek Knapp: »Von Zeitlupensymphonien und Marzipantragödien. Notizen eines Möchtegern-Österreichers« (Amalthea)

»Der gebürtige Pole und furchtlose Neuankömmling stellte sich dem aussichtslosen Kampf, den Wiener Dialekt zu verstehen, und ergründete genauso die Tücken hiesiger Paragrafen wie den Zuckergehalt eines ›Mohren im Hemd‹. Am Ende fand er Antworten auf fast alles, um uns mit der Frage zu entlassen: Ist der Ort, an dem wir leben, auch der Ort, wo wir für immer bleiben möchten?« (Verlag)

Musik: Aljosha Biz (vl) und Alexandr Shevchenko (acc)

Begrüßung: Katarzyna Lutecka (Amalthea Verlag)
Moderation und Gespräch: Günter Kaindlstorfer

Gemeinsam mit dem Amalthea Verlag

Ort: Festsaal des Akademischen Gymnasiums,
1010 Wien, Beethovenplatz 1
Anmeldung unter 01/712 35 60-15 oder office(at)amalthea.at

LYRIK 2020 / VERLAGSPORTRAIT*

LIMBUS LYRIK

Ein Querschnitt aus den beiden letzten Lyrikprogrammen des Limbus Verlags.

Thomas Ballhausen: »Das Mädchen Parzifal. Gedichte« (Mit einem Nachwort von Matthias Schmidt und einer Bildstrecke von Chris Saupper)

Timo Brandt: »Das Gegenteil von Showdown. Gedichte«

Barbara Pumhösel: »Die Distanz der Ufer. Langgedicht«

Moderation: Erkan Osmanović

EUROPA.LITERATUR*

ECHO TSCHECHIEN 2020

Mittwoch, 30.09.2020, 19:00 Uhr
Ort: Österreichische Gesellschaft für Literatur,
1010 Wien, Herrengasse 5

Dora Kaprálová: »Winterbuch über die Liebe« (Klak Verlag)

Eine ironische, provokative und melancholische Novelle über Männer – oder vielleicht nur über einen einzigen, vielfältigen und unerreichbaren Mann?
Das Buch entstand als eine Antwort auf den Roman »Eine Frau« des ungarischen Schriftstellers Péter Esterházy.

Moderation: Martin Krafl

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Donnerstag, 01.10.2020, 18:30 Uhr
Ort: Tschechisches Zentrum,
1010 Wien, Herrengasse 17

Alena Mornštajnová: »Hana« (Ü: Raija Hauck, Wieser)

Eine der beliebtesten zeitgenössischen tschechischen AutorInnen stellt ihren erfolgreichen Roman vor, der in viele Fremdsprachen übersetzt wurde und etliche Auszeichnungen erhalten hat.

Moderation und Gespräch: Sylvia Treudl

Beide Abende:
Deutschsprachige Lesungen: Bettina Rossbacher
Dolmetscherin: Helena Novak

Gemeinsam mit CzechLit / Mährische Landesbibliothek Brno, Tschechisches Literaturzentrum Prag und Tschechisches Zentrum Wien

DA CAPO

LITERATUR IM CAFÉ CENTRAL

Clemens Berger liest aus »Briefe an Amalia«, seinen an seine Tochter adressierten Kolumnen in ›Die Presse‹.

Lukas Meschik liest aus »Vaterbuch« (Limbus Verlag), dem Text eines Sohnes über seinen verstorbenen Vater.

Im Anschluss sprechen die beiden Autoren über ihr Schreiben und ihre ganz persönliche Beziehung zum Kaffeehaus.

Moderation und Gespräch: Manfred Müller

Gemeinsam mit dem Café Central

Ort: Café Central, Arkadenhof,
1010 Wien, Herrengasse 14 (Seiteneingang!)
Limitierte Platzanzahl! Um Voranmeldung unter office(at)ogl.at oder 01/533 81 59 wird gebeten.

LITERATUR.GESCHICHTE*

Fritz Rosenfeld (1902-1948): »Johanna« (1924/2020, Edition Atelier).

Primus-Heinz Kucher und Michael Omasta stellen den neu aufgelegten Roman »über die ärmste und schwächste soziale Schicht der Zwanzigerjahre und ein Frauenschicksal« (Verlag) vor und lesen ausgewählte Passagen.
Zudem sprechen die beiden über die vielfältigen Tätigkeiten des Autors, Übersetzers, Literatur- und Filmkritikers Rosenfeld.

Moderation: Erkan Osmanović

NEUE ÖSTERREICHISCHE LITERATUR*

Helena Adler: »Die Infantin trägt den Scheitel links« (Jung und Jung)
»Von einem kleinen Mädchen, das sich nicht kleinkriegen lässt. Nicht einmal von der eigenen Familie. Dieses Buch schäumt vor Wut und Witz!« (Verlag)

Katharina Tiwald: »Macbeth Melania« (Milena) »Sprachlich souverän führt uns Katharina Tiwald durch ein Universum voller Anspielungen ... ein schräger, lustvoller Roman über unsere Gegenwart.« (Verlag)

Moderation: Manfred Müller

ACHTUNG: Veranstaltung abgesagt!

Aufgrund der aktuellen Situation wird die Veranstaltung abgesagt. Dieser Abend wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

ÜBER.SETZEN

Daniel Gustafsson: »Odenplan« (Nirstedt/Litteratur)

Cecilia Hansson: »Au pair« (Natur & Kultur Allmänlitteratur)

Maria Seisenbacher: » Sitta lugnt med ordentliga skor« (dt. »Ruhig sitzen mit festen Schuhen. Gedichte«; übersetzt von Cecilia Hansson und Daniel Gustafsson; Ellerströms)

Maria Seisenbacher, Cecilia Hansson und Daniel Gustafsson lesen aus ihren Texten (im Original und in deutscher bzw. schwedischer Übertragung), sprechen über das Übersetzen von Seisenbachers Gedichten und über das Zusammenspiel von Leben, Schreiben und Übersetzen.

Moderation: Manfred Müller

Unterstützt durch das Swedish Art Council, in Zusammenarbeit mit der IG Übersetzerinnen Übersetzer

ZEITSCHRIFTEN

REIBEISEN
Präsentation des Heftes 37 von ›REIBEISEN. Das Kulturmagazin aus Kapfenberg‹

Texte aus der neuen Ausgabe lesen:
Regina Appel, Hans Bäck, Josef Graßmugg, Simon Konttas, Peter Mitmasser und Kaia Rose.

Begrüßung: Marianne Gruber
Moderation: Andrea Lammer

Gemeinsam mit dem ›Europa-Kulturkreis Kapfenberg‹
Anschließend Erfrischungen

VERLAGSPORTRAIT

EDITION KEIPER

Im Grazer Verlag ›edition keiper‹ erscheint seit 2008 deutschsprachige Gegenwartsliteratur mit starkem Österreich-Schwerpunkt, zudem gibt es eine renommierte Lyrikreihe. Im Jahr 2020 ist ein Teil des Programms dem Thema »Jugend schreibt« gewidmet.

Die Verlegerin Anita Keiper stellt gemeinsam mit dem stv. Geschäftsleiter Robert Fimbinger den Verlag vor und spricht über ihre Verantwortung als Verlegerin in der Arbeit mit jungen AutorInnen.

Anna Maria Bartens und Julian Schwarze lesen.

Moderation: Erkan Osmanović

VERLAGSPORTRAIT*

EDITION EXIL

Die ›edition exil‹ wurde 1997 in Wien gegründet und vergibt seidem die ›exil-literaturpreise‹. In der ›exil-autorInnenwerkstatt‹ treffen sich monatlich PreisträgerInnen der ›exil-literaturpreise‹. AutorInnen wie Julya Rabinowich und Dimitré Dinev haben in der ›edition exil‹ ihre ersten Texte und Bücher veröffentlicht.

Christa Stippinger stellt den Verlag und die Arbeit des ›Vereins Exil‹ vor.

Thomas Perle liest aus »Wir gingen weil alle gingen« (edition exil),
Mercedes Spannagel liest aus ihrem Debutroman »Das Palais muss brennen« (Kiepenheuer & Wietsch).

Moderation: Erkan Osmanović

NEUE ÖSTERREICHISCHE LITERATUR*

Wolfgang Hermann liest aus seinen neuesten Büchern »Walter oder die ganze Welt« (Limbus Verlag) und »Der Lichtgeher« (PalmArtPress).

»Wolfgang Hermann hat eine ganz eigene Sprache; und er hat sie nicht erst jetzt oder vor kurzem gefunden, sondern hatte sie schon von Anfang an – wurde nämlich vielmehr von ihr gefunden.« (Reinhard Kaiser-Mühlecker)

Moderation: Manfred Müller

LYRIK 2020 / WELTLITERATUREN – LITERATUREN DER WELT

›EDITION PEN‹ IM LÖCKER VERLAG

1. Tag: Dienstag, 27.10.2020, 15:00 Uhr
Poetische Zusammenkunft mit Wechselgesprächen

2. Tag: Mittwoch, 28.10.2020, 18:00 Uhr
Lesungen und Buchvorstellungen

»Wer die Welt erfahren will, muss den Klängen der unterschiedlichen Sprache lauschen. Die intensivste Form der Sprache ist die Poesie. Der Österreichische PEN-Club stellt in einer Reihe von Veranstaltungen die Klänge der Welt in ihrer Unterschiedlichkeit vor.«

u.a. mit Donatella Bisutti, Manu Dash, Ananya S Guha, Marián Hatala, Harald Kollegger, Wolfgang Kubin, Tsippy Levin Byron, Samuel Mago, Anton Marku, Barbara Simoniti und Wa Lan.

Moderation: Helmuth A. Niederle

Gemeinsam mit dem Österreichischen P.E.N.-Club
Weitere Informationen: info(at)penclub.at

NEUE ÖSTERREICHISCHE LITERATUR

Erich Wolfgang Skwara: »Mare Nostrum oder Ein Bahnhof für jene, die ankommen« (Edition Korrespondenzen)

»Eine große epische Dichtung rund um die Frage, ob es möglich ist, Versäumtes nachzuholen, ob eine Lebenslücke im Nachhinein gefüllt und eine Korrektur gesetzt werden kann.« (Verlag)

Moderation und Gespräch: Marianne Gruber