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Jänner 26
Di.
19:00
Gregor von Rezzoris Archiv
Als einer der zu Unrecht vergessenen deutschsprachigen Autoren der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gilt der rumänisch-österreichische Schriftsteller und Filmschauspieler Gregor von Rezzori (1914–1998). Wie kaum ein anderer schuf er einen Mythos um seinen Herkunftsort (die österreichisch-ungarische Bukowina) und seinen späteren Status als Staatenloser.
Rezzoris Haus in der Toskana, das ihm in den letzten dreißig Jahren seines Lebens als Wohnsitz diente, bewahrt einen intakten literarischen Nachlass, der für die Erforschung des Werks und Lebens des Autors von enormer Bedeutung ist.
An diesem Abend wird von José Aníbal Campos zum ersten Mal eine Auswahl daraus in der Öffentlichkeit gezeigt: Fotos, Notizen aus Terminkalendern und Tagebüchern, Briefe und Telegramme mit Kommentaren, die diese Fundstücke in einen Kontext stellen und einen näheren Einblick in Leben und Werk des Autors aus der Bukowina geben.
Moderation: Manfred Müller
BlogbeitragJänner 26
Do.
18:30
Raphaëlle Red
Raphaëlle Red: »Adikou« (Rowohlt) Eine Road-Novel über die Nachleben der Vergangenheit und darüber, was es bedeutet, zur eigenen Sprache zu finden.
Die in Paris geborene und in Berlin aufgewachsene Autorin Raphaëlle Red liest aus ihrem mit dem ›Prix PREMIERE‹ ausgezeichneten Debütroman und tritt mit ihrer ebenfalls prämierten Übersetzerin Patricia Klobusiczky in einen Dialog über den Roman, die Kunst des Übersetzens und ihre enge Zusammenarbeit, die es ermöglicht hat, diesen Text von einer Sprache in die andere zu tragen.
Moderation: Cornelius Hell
Einlass: 18:00 Uhr.
Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich: www.institutfrancais.at/events
Ein Abend in deutscher und französischer Sprache in Kooperation mit der deutschen und der französischen Botschaft sowie dem Institut français d‘Autriche.
BlogbeitragJänner 26
Mi.
19:00
Ein Abend für Reinhard Urbach (1939–2025)
»Das Tolle ist, dass das Publikum mitspielt, nicht erlahmt, sondern neugierig bleibt«, so Reinhard Urbach 2025.
Offenheit gegenüber dieser Neugier, aber auch gegenüber jüngerer Literatur und verschiedenen Schreibweisen zeichnete Reinhard Urbach über die Jahrzehnte stets aus. Als Mitarbeiter und stellvertretender Leiter der ÖGfL (1968–1975), Gründer des Literaturreferats der Stadt Wien sowie des Literarischen Quartiers in der Alten Schmiede (1975–1977), (leitender) Dramaturg am Wiener Burgtheater (1977–1986) sowie als Direktor des Theaters der Jugend (1988–2002) prägte er zentrale Orte des Wiener Literaturgeschehens wesentlich mit.
Zwei seiner Weggefährten – Kurt Neumann in der Alten Schmiede, Klemens Renoldner am Burgtheater – stellen Reinhard Urbachs Literatur- und Lektürekosmos in Lesungen und Gespräch in einer seiner ehemaligen Wirkungsstätten, der Literaturgesellschaft, vor.
Moderation: Manfred Müller
Gemeinsam mit dem Literarischen Quartier – Alte Schmiede
BlogbeitragJänner 26
Mo.
19:00
Franz Grillparzer
Johann Sonnleitner: »Aas oder Frischfleisch.« Grillparzers »Weh dem, der lügt!« zwischen Lustspiel und Posse
Die Ablehnung seines Lustspiels »Weh dem, der lügt!« am Burgtheater (1838) bedeutete für Franz Grillparzer einen tiefen und wohl auch traumatisierenden Einschnitt, den er in einem maliziösen Tagebucheintrag festhielt.
Nach einer Systematisierung der zeitgenössischen Rezensionen, die die Komödie eher der Praxis der Vorstadttheater zuordnen und damit deren Scheitern zu erklären suchen, werden an diesem Abend die unerforschte Vorgeschichte dieses Gattungskonfliktes rekonstruiert und weitere Ursachen für die wütende Ablehnung der Komödie erläutert.
Eine Veranstaltung der Franz Grillparzer Gesellschaft
Dezember 25
Di.
19:00
Katja Gasser und Cornelius Hell
Zum Jahresende präsentieren und kommentieren Katja Gasser und Cornelius Hell ihre persönlichen Favoriten unter den literarischen Neuerscheinungen aus den Herbstprogrammen deutschsprachiger Verlage.
Diesmal sind dies:
• Georgi Gospodinov: »Der Gärtner und der Tod« (übers. v. Alexander Sitzmann/Aufbau Verlag)
• Jehona Kicaj: »ë« (Wallstein)
• László Krasznahorkai: »Zsömle ist weg« (übers. v. Heike Flemming/S. Fischer)
• Yulia Marfutova: »Eine Chance ist ein höchstens spatzengroßer Vogel« (Rowohlt)
• Robert Prosser: »Das geplünderte Nest« (Jung und Jung)
• Ilma Rakusa: »Wo bleibt das Licht. Tagebuchprosa« (Literaturverlag Droschl)
• Susanne Röckel: »Vera. Eine Erinnerung« (Residenz)
• Taras Schewtschenko: »Flieg mein Lied, meine wilde Qual. Dichtung und Selbstzeugnisse« (Auswahl/Vorwort/hrsg. v. Jury Andruchowitsch; Series Editor: Tatjana Maljartschuk, Claudia Dathe; übers. v. Beatrix Kersten/Wallstein: Ukrainische Bibliothek)
• Clemens J. Setz: »Das Buch zum Film« (Jung und Jung)
• Lesja Ukrajinka: »Am Meer. Erzählungen« (Auswahl/Vorwort/ hrsg. v. von Tanja Maljartschuk; übers. v. Maria Weissenböck/Wallstein: Ukrainische Bibliothek)
• András Visky: »Die Aussiedlung« (übers. v. Timea Tankó/Suhrkamp)
Moderation und Gespräch: Manfred Müller
Im Anschluss gibt es wie immer zum Jahresabschluss Punsch und Weihnachtskekse.
Dezember 25
Mo.
19:00
Maja Haderlap
Wie beginnt ein schriftstellerischer Weg? Wohin führt er im Lauf der Jahre? Verändert sich das Schreiben von Werk zu Werk? Welche Schwierigkeiten tauchen auf? Welche roten Fäden, welche Themen werden rückblickend sichtbar?
Brigitte Schwens-Harrant lädt in ihrer Gesprächsreihe Autorinnen und Autoren ein, den Blick auf diesen Weg zu richten und auch aus den Werken zu lesen.
Mit Maja Haderlap wird sie an diesem Abend unter anderem über die Lyrikbände »Gedichte/Pesmi/Poems« (1998) und »langer transit« (2014) sowie über den Roman »Nachtfrauen« (2023) sprechen.
BlogbeitragDezember 25
Fr.
00:00
Sophie Rois
Wir versuchen, 2026 einen neuen Termin zu finden.
Manche nennen sie die »Grande Dame« des Berliner Theaters, aber das passt nicht wirklich zu ihr: Als eine der eigenwilligsten, klügsten und intensivsten Schauspielerinnen des deutschen Sprachraums hat Sophie Rois ihre Mühlviertler Herkunft weit hinter sich gelassen und an der Volksbühne in Inszenierungen von Frank Castorf und René Pollesch Kultstatus erreicht. Sie hat Kinofilmen (etwa Clemens Schönborns »Fräulein Phyllis« oder Tom Tykwers »Drei«) ihren Stempel aufgedrückt und Fernsehkrimis wie den »Tatort« zum Ereignis gemacht. Als Hörbuchinterpretin stellt sie die fragile Spröde ihrer Stimme in den Dienst an der Literatur. Mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande erhielt sie heuer den höchsten deutschen Orden.
Mit Daniela Strigl spricht Sophie Rois vor allem über ihre Lieblingsbücher und -stücke und liest ausgewählte Passagen.
Dezember 25
Mi.
19:00
Ewald Baringer, Michael Stavarič
Ewald Baringer: »Stunde der Wintervögel« (Limbus Lyrik)
Die Gedichte zeichnen sich durch »Wortspielereien voller Komik und einer gewissen Gelassenheit« aus und erinnern mit zahlreichen Tierfiguren an Fabeln. (Verlag)
Michael Stavarič: »spüren« (Limbus Lyrik)
Mit seinem Langgedicht erschafft der Autor eine »durch und durch körperliche Poesie«, die »ebenso ironisch wie sensibel eine lyrische Enzyklopädie individueller und kollektiver Empfindungen« ermöglicht. (Verlag)
Moderation: Ines Scholz
BlogbeitragDezember 25
Do.
19:00
Steffen Martus
Steffen Martus: »Erzählte Welt. Eine Literaturgeschichte der Gegenwart, 1989 bis heute« (Rowohlt)
In seinem Buch zeichnet der Berliner Literaturwissenschaftler Steffen Martus »ein Panorama der deutschen Literatur und ihrer Gesellschaft von 1989 bis zu den jüngsten Debatten um Migration, Identität oder Klassismus. Er öffnet die Augen für die Vielfalt der Literatur und zeigt, was sie über die Gegenwart verrät und für die Selbstverständigung unserer Gesellschaft bedeutet.« (Verlag)
Der Autor präsentiert sein Buch und diskutiert mit Daniela Strigl und Norbert Christian Wolf über die Literatur (in) der Gegenwart und die Verortung der österreichischen Literatur im deutschsprachigen Gesamtzusammenhang.
Gemeinsam mit dem Verein Neugermanistik Wien
BlogbeitragDezember 25
Mi.
19:00
Michael Köhlmeier
Wie beginnt ein schriftstellerischer Weg? Wohin führt er im Lauf der Jahre? Verändert sich das Schreiben von Werk zu Werk? Welche Schwierigkeiten tauchen auf? Welche roten Fäden, welche Themen werden rückblickend sichtbar?
Brigitte Schwens-Harrant lädt in ihrer Gesprächsreihe Autorinnen und Autoren ein, den Blick auf diesen Weg zu richten und auch aus den Werken zu lesen.
Mit Michael Köhlmeier wird sie an diesem Abend unter anderem über die Romane »Moderne Zeiten« (1984), »Abendland« (2007) und »Das Mädchen mit dem Fingerhut« (2016) sprechen.
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