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Juni 26
Mo.
19:00
Über Nietzsche, den Armen Spielmann und noch einige Geistesmenschen
Walter Seitters Studie »Unzeitgemäße Aufklärung. Franz Grillparzers Philosophie« (Wien, 1991) wird zum Ausgangspunkt eines Gesprächs mit dem Komponisten Alexander Doent über Nietzsche und Grillparzer als weit voneinander entfernte Beobachter und Akteure der Moderne.
Ferner erwartet das Publikum die Erstlesung einer Reihe von Satiren Franz Grillparzers.
Eine Veranstaltung der Franz Grillparzer-Gesellschaft
Jänner 26
Do.
19:00
100 Jahre Ingeborg Bachmann
Ingeborg Bachmann: »Ein Ort für Zufälle« (hg. von Martina Wörgötter; Salzburger Bachmann Edition, Suhrkamp)
Mit ihrem Berlin-Text »Ein Ort für Zufälle«, basierend auf ihrer Dankesrede für den Büchner-Preis 1964, legte Ingeborg Bachmann 1965 einen ihrer »gewagtesten und experimentellsten Texte« vor. (Verlag)
Martina Wörgötter spricht über die von ihr herausgegebene Edition, die die zeitgeschichtlichen und poetologischen Hintergründe erläutert und neu entdeckte Archiv-Materialien dokumentiert.
Lesung: Dörte Lyssewski
Moderation: Manfred Müller
Jänner 26
Mo.
19:00
Franz Grillparzer
Johann Sonnleitner: »Aas oder Frischfleisch.« Grillparzers »Weh dem, der lügt!« zwischen Lustspiel und Posse
Die Ablehnung seines Lustspiels »Weh dem, der lügt!« am Burgtheater (1838) bedeutete für Franz Grillparzer einen tiefen und wohl auch traumatisierenden Einschnitt, den er in einem maliziösen Tagebucheintrag festhielt.
Nach einer Systematisierung der zeitgenössischen Rezensionen, die die Komödie eher der Praxis der Vorstadttheater zuordnen und damit deren Scheitern zu erklären suchen, werden an diesem Abend die unerforschte Vorgeschichte dieses Gattungskonfliktes rekonstruiert und weitere Ursachen für die wütende Ablehnung der Komödie erläutert.
Eine Veranstaltung der Franz Grillparzer Gesellschaft
Dezember 25
Do.
19:00
Steffen Martus
Steffen Martus: »Erzählte Welt. Eine Literaturgeschichte der Gegenwart, 1989 bis heute« (Rowohlt)
In seinem Buch zeichnet der Berliner Literaturwissenschaftler Steffen Martus »ein Panorama der deutschen Literatur und ihrer Gesellschaft von 1989 bis zu den jüngsten Debatten um Migration, Identität oder Klassismus. Er öffnet die Augen für die Vielfalt der Literatur und zeigt, was sie über die Gegenwart verrät und für die Selbstverständigung unserer Gesellschaft bedeutet.« (Verlag)
Der Autor präsentiert sein Buch und diskutiert mit Daniela Strigl und Norbert Christian Wolf über die Literatur (in) der Gegenwart und die Verortung der österreichischen Literatur im deutschsprachigen Gesamtzusammenhang.
Gemeinsam mit dem Verein Neugermanistik Wien
BlogbeitragNovember 25
Do.
19:00
Sándor Petőfi
Margarete Wagner: Die Anfänge der deutschsprachigen Petőfi-Rezeption im Kaiserstaat Österreich
Die Vormärzzeit war in Österreich von romantischer Ungarn-Begeisterung geprägt, vor allem was die von österreichischen und ungarndeutschen Literaten bevorzugte Stoff- und Motivwahl betraf, die sich ab dem Revolutionsjahr 1848 zum großen Interesse an der ungarischen Literatur weiterentwickelte.
Zwischen 1845 und 1860 war die deutschsprachige Rezeption Sándor Petőfis vielen ungarndeutschen Intellektuellen ein Herzensanliegen. Man wollte damit sowohl die eigene, ungarndeutsche Leserschaft, aber auch die deutschsprachige in der Gesamtmonarchie ansprechen. Dadurch verbreiteten sich Petőfis Dichtungen in deutscher Fassung nicht nur inner- und außerhalb der Monarchie, sondern auch – über die engmaschig miteinander vernetzten deutschsprachigen Asylanten – außerhalb des deutschsprachigen Raumes.
Eine Veranstaltung der Franz Grillparzer Gesellschaft
BlogbeitragNovember 25
Di.
19:00
Elias Canetti
Franz Schuh: »Blendung als Lebensform. Zur Aktualität von Elias Canetti« (hg. von B. Kraller; Sonderzahl)
Seit fast einem halben Jahrhundert setzt sich Franz Schuh intensiv mit Elias Canettis Werk auseinander. An diesem Abend spricht er u.a. über Canetti und die Weltlage.
Moderation und Gespräch: Penka Angelova
Gemeinsam mit dem BMEIA und der Internationalen Elias Canetti Gesellschaft
November 25
Mi.
19:00
Georg Trakl
Hans Weichselbaum (Hg.): »Wegbegleiter und Wegbegleiterinnen Georg Trakls« (Trakl-Studien Band XXVII; Otto Müller)
Der Herausgeber Hans Weichselbaum präsentiert den Sammelband, Bernadette Reinhold und Ulrike Tanzer stellen ihre Beiträge vor.
Lesung: Bettina Rossbacher
Moderation: Manfred Müller
Mai 25
Di.
19:00
Otto Breicha
Semirah Heilingsetzer (Hg.): »Otto Breicha 1932–2003. Museumsleiter, Kunstkritiker, Publizist, Fotograf, Galerist, Kurator.« (Bibliothek der Provinz)
Eine Hommage an Otto Breicha und zugleich ein »komprimierter Überblick über die Entwicklung von Kunst, Literatur und Medien in Österreich seit den 1970er-Jahren.« (Semirah Heilingsetzer)
An diesem Abend sprechen:
Semirah Heilingsetzer– als Herausgeberin zum Buch
Gerald Piffl – über Otto Breicha als Fotograf
Margit Zuckriegl – »Gründungsdirektor und Ausstellungsmacher – Otto Breichas Wirken in Salzburg«
Gerhard Rühm – über persönliche Erinnerungen
Peter Baum – als ehemaliger Kunstkritiker und Museumsdirektor über seinen Kollegen Otto Breicha
Ursula Ebel – »Zwischen Salon und literarischer Avantgarde – Otto Breicha und die ÖGfL«
Hans Haider – liest aus Briefen und Redekonzepten von Otto Breicha
April 25
Mi.
19:00
›Haymon Her Story‹
Doris Brehm: »Eine Frau zwischen gestern und morgen« (Hg. von Bettina Balàka, mit einem Beitrag von Katharina Prager; Haymon)
Die Emanzipationsgeschichte einer Frau, die zur Zeit des Zweiten Weltkrieges »aus dem Warten ins Handeln kommt, von der Anpassung in den Widerstand«. (Katja Gasser)
Über das Buch und die neue Reihe ›Haymon Her Story: Wiederentdeckte Literatur von Frauen‹ sprechen die Herausgeberin Bettina Balàka und die Historikerin Katharina Prager, die einen Beitrag zur historisch-biografischen Auseinandersetzung verfasst hat.
Moderation: Manfred Müller
BlogbeitragApril 25
Mi.
19:00
Arthur Schnitzler
Arthur Schnitzler: »Der einsame Weg. Historisch-kritische Ausgabe« (Hg. von Anna Lindner und Isabella Schwentner; Bd. 15 der Werke in historisch-kritischen Ausgaben;
De Gruyter)
Präsentation der ersten historisch-kritischen Ausgabe von Schnitzlers Drama von 1904 mit den beiden Herausgeberinnen Anna Lindner und Isabella Schwentner sowie der Gesamtherausgeberin der Werke Schnitzlers in historisch-kritischen Ausgaben Konstanze Fliedl.
Im Mittelpunkt des Abends stehen die Diskussion der auch heute noch überaus aktuellen Aspekte des Dramas sowie eine Schauspieler*innen-Lesung vor allem noch unveröffentlichter Szenen.
Lesung: Alma Hasun, Alexander Absenger
Gemeinsam mit der Arthur Schnitzler-Gesellschaft
Blogbeitrag