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Oktober 26
Mi.
19:00
Anastasius Grün
Dietmar Scharmitzer: Anastasius Grün. Lebensspuren und Nachlass.
Im September 2026 jährt sich zum 150. Mal der Todestag des Dichters und Staatsmanns Graf Anton von Auersperg, der unter dem Pseudonym Anastasius Grün Liebesgedichte und patriotische Balladen veröffentlichte.
Der Pionier des österreichischen Liberalismus verschwand spätestens seit 1918 aus dem allgemeinen Bewusstsein; das gilt auch für seine Korrespondenz, die, noch weitgehend unaufgearbeitet, in Archiven in Graz und Wien liegt. Viele Erkenntnisse sind daraus zu gewinnen; über poetische Motivationen und über politische Ambitionen, über die Beziehungen der Literaten untereinander und Konzepte zur Entwicklung der Monarchie und Europas.
Einleitung: Christian Neuhuber
Eine Veranstaltung der Franz Grillparzer-Gesellschaft
September 26
Do.
19:00
Alexander Lernet-Holenia
Alexander Lernet-Holenia: »Der Graf Luna« (DVB)
Wynfrid Kriegleder spricht über Alexander Lernet-Holenia und die Wiederentdeckung seines bedeutenden Nachkriegsromans, der »das Entsetzliche an der Historie durch die Brechung ins Fantastische eindrucksvoll auszudrücken vermag.« (Bettina Balàka)
Lesung: Andrea Eckert
Moderation und Gespräch: Manfred Müller
Gemeinsam mit dem DVB-Verlag und der Internationalen Alexander Lernet-Holenia-Gesellschaft
Juni 26
Mo.
19:00
Über Nietzsche, den Armen Spielmann und noch einige Geistesmenschen
Walter Seitters Studie »Unzeitgemäße Aufklärung. Franz Grillparzers Philosophie« (Wien, 1991) wird zum Ausgangspunkt eines Gesprächs mit dem Komponisten Alexander Doent über Nietzsche und Grillparzer als weit voneinander entfernte Beobachter und Akteure der Moderne.
Ferner erwartet das Publikum die Erstlesung einer Reihe von Satiren Franz Grillparzers.
Eine Veranstaltung der Franz Grillparzer-Gesellschaft
Jänner 26
Do.
19:00
100 Jahre Ingeborg Bachmann
Ingeborg Bachmann: »Ein Ort für Zufälle« (hg. von Martina Wörgötter; Salzburger Bachmann Edition, Suhrkamp)
Mit ihrem Berlin-Text »Ein Ort für Zufälle«, basierend auf ihrer Dankesrede für den Büchner-Preis 1964, legte Ingeborg Bachmann 1965 einen ihrer »gewagtesten und experimentellsten Texte« vor. (Verlag)
Martina Wörgötter spricht über die von ihr herausgegebene Edition, die die zeitgeschichtlichen und poetologischen Hintergründe erläutert und neu entdeckte Archiv-Materialien dokumentiert.
Lesung: Dörte Lyssewski
Moderation: Manfred Müller
Jänner 26
Mo.
19:00
Franz Grillparzer
Johann Sonnleitner: »Aas oder Frischfleisch.« Grillparzers »Weh dem, der lügt!« zwischen Lustspiel und Posse
Die Ablehnung seines Lustspiels »Weh dem, der lügt!« am Burgtheater (1838) bedeutete für Franz Grillparzer einen tiefen und wohl auch traumatisierenden Einschnitt, den er in einem maliziösen Tagebucheintrag festhielt.
Nach einer Systematisierung der zeitgenössischen Rezensionen, die die Komödie eher der Praxis der Vorstadttheater zuordnen und damit deren Scheitern zu erklären suchen, werden an diesem Abend die unerforschte Vorgeschichte dieses Gattungskonfliktes rekonstruiert und weitere Ursachen für die wütende Ablehnung der Komödie erläutert.
Eine Veranstaltung der Franz Grillparzer Gesellschaft
Dezember 25
Do.
19:00
Steffen Martus
Steffen Martus: »Erzählte Welt. Eine Literaturgeschichte der Gegenwart, 1989 bis heute« (Rowohlt)
In seinem Buch zeichnet der Berliner Literaturwissenschaftler Steffen Martus »ein Panorama der deutschen Literatur und ihrer Gesellschaft von 1989 bis zu den jüngsten Debatten um Migration, Identität oder Klassismus. Er öffnet die Augen für die Vielfalt der Literatur und zeigt, was sie über die Gegenwart verrät und für die Selbstverständigung unserer Gesellschaft bedeutet.« (Verlag)
Der Autor präsentiert sein Buch und diskutiert mit Daniela Strigl und Norbert Christian Wolf über die Literatur (in) der Gegenwart und die Verortung der österreichischen Literatur im deutschsprachigen Gesamtzusammenhang.
Gemeinsam mit dem Verein Neugermanistik Wien
BlogbeitragNovember 25
Do.
19:00
Sándor Petőfi
Margarete Wagner: Die Anfänge der deutschsprachigen Petőfi-Rezeption im Kaiserstaat Österreich
Die Vormärzzeit war in Österreich von romantischer Ungarn-Begeisterung geprägt, vor allem was die von österreichischen und ungarndeutschen Literaten bevorzugte Stoff- und Motivwahl betraf, die sich ab dem Revolutionsjahr 1848 zum großen Interesse an der ungarischen Literatur weiterentwickelte.
Zwischen 1845 und 1860 war die deutschsprachige Rezeption Sándor Petőfis vielen ungarndeutschen Intellektuellen ein Herzensanliegen. Man wollte damit sowohl die eigene, ungarndeutsche Leserschaft, aber auch die deutschsprachige in der Gesamtmonarchie ansprechen. Dadurch verbreiteten sich Petőfis Dichtungen in deutscher Fassung nicht nur inner- und außerhalb der Monarchie, sondern auch – über die engmaschig miteinander vernetzten deutschsprachigen Asylanten – außerhalb des deutschsprachigen Raumes.
Eine Veranstaltung der Franz Grillparzer Gesellschaft
BlogbeitragNovember 25
Di.
19:00
Elias Canetti
Franz Schuh: »Blendung als Lebensform. Zur Aktualität von Elias Canetti« (hg. von B. Kraller; Sonderzahl)
Seit fast einem halben Jahrhundert setzt sich Franz Schuh intensiv mit Elias Canettis Werk auseinander. An diesem Abend spricht er u.a. über Canetti und die Weltlage.
Moderation und Gespräch: Penka Angelova
Gemeinsam mit dem BMEIA und der Internationalen Elias Canetti Gesellschaft
November 25
Mi.
19:00
Georg Trakl
Hans Weichselbaum (Hg.): »Wegbegleiter und Wegbegleiterinnen Georg Trakls« (Trakl-Studien Band XXVII; Otto Müller)
Der Herausgeber Hans Weichselbaum präsentiert den Sammelband, Bernadette Reinhold und Ulrike Tanzer stellen ihre Beiträge vor.
Lesung: Bettina Rossbacher
Moderation: Manfred Müller
Mai 25
Di.
19:00
Otto Breicha
Semirah Heilingsetzer (Hg.): »Otto Breicha 1932–2003. Museumsleiter, Kunstkritiker, Publizist, Fotograf, Galerist, Kurator.« (Bibliothek der Provinz)
Eine Hommage an Otto Breicha und zugleich ein »komprimierter Überblick über die Entwicklung von Kunst, Literatur und Medien in Österreich seit den 1970er-Jahren.« (Semirah Heilingsetzer)
An diesem Abend sprechen:
Semirah Heilingsetzer– als Herausgeberin zum Buch
Gerald Piffl – über Otto Breicha als Fotograf
Margit Zuckriegl – »Gründungsdirektor und Ausstellungsmacher – Otto Breichas Wirken in Salzburg«
Gerhard Rühm – über persönliche Erinnerungen
Peter Baum – als ehemaliger Kunstkritiker und Museumsdirektor über seinen Kollegen Otto Breicha
Ursula Ebel – »Zwischen Salon und literarischer Avantgarde – Otto Breicha und die ÖGfL«
Hans Haider – liest aus Briefen und Redekonzepten von Otto Breicha
