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November 22
Di.
14:00
Mut zur Sprache
Die Literaturen im östlichen Europa teilen wesentliche historische Erfahrungen. Dies gilt auch (und gerade) für die vergangenen 60 Jahre. Mit der Zäsur der Umbruchsjahre 1989 – 1992 in der Mitte gliedert sich dieser Zeitraum in zwei fast gleich lange, sehr unterschiedliche Abschnitte.
Das zweitägige Symposion anlässlich des 60. Geburtstags der ÖGfL und des 40. Gründungstags des IWM bittet Autorinnen und Autoren aus mehr als acht Ländern und verschiedenen Generationen um ihre persönlichen Blicke auf die Literaturen der Region.
In acht Gesprächsrunden zu einzelnen Ländern reflektieren sie die gesellschaftlichen Bedrängnisse der Literatur, ihren Mut und ihre Glücksmomente, Momente der Befreiung und der Enttäuschung.
ERSTER TAG – LÄNDERSCHWERPUNKTE
14:00 Uhr
Tschechoslowakei
Mila Haugová und Michael Stavarič
Moderation: Anne Hultsch
Belarus
Alhierd Bacharevič und Julia Cimafiejeva
Moderation: Olga Shparaga
Polen
Radek Knapp und Leszek Szaruga
Moderation: Cornelius Hell
Ungarn
György Dalos und Noémi Kiss
Moderation: Edit Király
19:00 Uhr
1962 – 2022: LITERATUR IM ÖSTLICHEN EUROPA IN ZEITEN HISTORISCHER UMBRÜCHE
Podiumsdiskussion mit Antje Contius und Martin Pollack
Moderation: Annemarie Türk
Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem IWM (Institut für die Wissenschaften vom Menschen); der rumänische Teil wird gefördert vom Kulturreferat für Siebenbürgen (D), der ukrainische vom Programm ›Ukraine in European Dialogue‹ am IWM.
November 22
Do.
19:00
»Esterházy – Über das wunderbare Nachleben der Worte«
»Esterházy – Über das wunderbare Nachleben der Worte« (Drei Raben. Zeitschrift für ungarische Kultur, Nr. XV/XVI; hg. von Wilhelm Droste)
Das Doppelheft der Zeitschrift ›Drei Raben‹ ist Péter Esterházy (1950 – 2016), dem ungarischen Schriftsteller und Essayisten, gewidmet.
Podiumsdiskussion und Lesung mit dem Herausgeber Wilhelm Droste sowie László Márton und Martin Leidenfrost, die Beiträge für den Band verfasst haben.
Moderation: Cornelius Hell
Gemeinsam mit dem Collegium Hungaricum Wien
November 22
Mi.
19:00
Kirstin Breitenfellner
Kirstin Breitenfellner: »Maria malt« (Picus)
Ein Roman über die österreichische Malerin Maria Lassnig und ihren lebenslangen Kampf um Anerkennung.
»Niemand ahnt, was in der schweigsamen, störrischen Maria schlummert, der die Mutter, um sie zu beschäftigen, Papier und Bleistift gibt. […] Mit beinahe achtzig zieht sie in ihrem Atelier […] Bilanz. Was sie nicht weiß: Ihre eigent-
liche Karriere als Künstlerin liegt noch vor ihr.« (Verlag)
Moderation: Manfred Müller
Oktober 22
Di.
19:00
Zur Einkommenssituation von Schriftsteller*innen.
Jopa Jotakin, Ilse Kilic und Andrea Stift-Laube diskutieren ausgehend von eigenen Grundsatztexten die Frage: Wovon lebt eigentlich ein*e Autor*in? Zur Einkommenssituation von Schriftsteller*innen.
Das aktuelle Projekt des Netzwerks der österreichischen Häuser für Literatur ›mitSprache‹ befasst sich mit dem breiten Themenfeld ›Soziale Gerechtigkeit‹, das nicht zuletzt infolge der Entwicklungen der letzten beiden Jahre wieder verstärkt zu einem gesellschaftspolitischen Anliegen werden muss.
Das Literarische Quartier der Alten Schmiede, das Literaturhaus Wien und die Österreichische Gesellschaft für Literatur haben im Rahmen des Projekts neun Autor*innen gebeten, sich in Texten und daran anschließenden Gesprächen zu diesem virulenten Themenfeld zu äußern.
Moderation: Wolfgang Straub
In der Alten Schmiede steht die Einkommenssituation von Autor*innen im Fokus, im Literaturhaus Geschlechterdiskriminierung (November 2022), in der ÖGfL Altersarmut (Anfang 2023).
Eine gemeinsame Veranstaltung von Alte Schmiede, Literaturhaus Wien und Österreichische Gesellschaft für Literatur im Rahmen von ›mitSprache‹, in Zusammenarbeit mit ›Der Standard‹
Oktober 22
Mo.
19:00
Simone Schönett und Alexandra Stahl
Simone Schönett: »Sobald ich ›ich‹ sage, ist mir nicht mehr zu trauen« (Edition Atelier)
»Simone Schönett blickt in ihren zehn Erzählungen in die feinen Zwischenräume der menschlichen Abgründe. Souverän seziert sie festgefahrene Beziehungen, lässt lustvoll Kartenhäuser zusammenfallen und treibt ihre Figuren aus der Komfortzone.« (Verlag)
Alexandra Stahl: »Wenn, dann trifft es uns beide. Storys« (Jung und Jung)
»Zwölf Geschichten über ein Gefühl, das Liebe sein könnte, wäre es nicht dermaßen vergeblich oder schon wieder egal oder so wahnsinnig anstrengend. Zwölf Geschichten über Gefühle, die abhandengekommen sind oder noch nie da waren oder im Regal einfach zu weit oben stehen.« (Verlag)
Moderation: Ines Scholz
Oktober 22
Do.
19:00
Korrespondenz Alois Vogel mit Anton Wichtl
Lesung aus der Korrespondenz des Schriftstellers Alois Vogel mit dem bildenden Künstler Anton Wichtl.
Dramaturgische Einrichtung: Helmut Peschina
Alois Vogel (1922 – 2005) wäre heuer 100 Jahre alt geworden. Der Autor, Graphiker und Mitbegründer des ›Literaturkreises Podium‹ hinterließ neben seinem vielschichtigen Werk u.a. ein über 1000 Seiten umfassendes Konvolut der Korrespondenz, die er mit dem bildenden Künstler Anton Wichtl (1920 – 1979) unterhielt.
Helmut Peschina, der mit Vogel seit Mitte der 1970er-Jahre eine enge Freundschaft pflegte, hat für diesen Abend eine dialogische Fassung zusammengestellt, in der die Atmosphäre dieser ungewöhnlichen Konstellation spürbar wird.
Es lesen Michael Dangl und Joseph Lorenz
Einführende Worte: Helmut Neundlinger
Begrüßung: Nicole Kiefer
Oktober 22
Di.
19:00
Claudia Erdheim und Janko Ferk
Claudia Erdheim: »So etwas schreibt man nicht! Absurdes, Komisches, Abstoßendes und Irritierendes in der Literatur« (Kurven Edition Konturen)
»Was wird in der Literatur als absurd, komisch, abstoßend oder irritierend empfunden und warum?« (Verlag)
Janko Ferk: »Mein Leben, meine Bücher. Erzählung« (Limbus Preziosen)
»Janko Ferk schreibt und liest. Über zehn Bücher, die sein Leben geprägt haben wie keine anderen, legt er hier Rechenschaft ab.« (Verlag)
Moderation: Nicole Kiefer
Oktober 22
Do.
19:00
Gunter Falk
Gunter Falk: »Vom Verschwinden des Autors. Essays und Kritiken« (Hg. und mit einem Nachwort versehen von Günter Eichberger; Ritter)
»Der Dichter und Soziologe Gunter Falk galt als der intellektuelle Motor der ›Grazer Gruppe‹. Sein verstreut publiziertes essayistisches Werk liegt nun erstmals gesammelt vor. […]
Auf selten erreichte Weise verbinden sich in Gunter Falks Essays analytische Schärfe und Inspiration mit kritischer Parteinahme und Selbstreflexion.« (Verlag)
Günter Eichberger und Franz Schuh lesen aus und sprechen zu Falks Essays und theoretischen Arbeiten.
Moderation: Hermann Schlösser
Oktober 22
Mi.
19:00
Georg Bydlinski, Waltraud Haas und Günther Kaip
Georg Bydlinski: »Flüchtiges Fest. Gedichte« (Farboffsetlithografien Michael Roher; Edition Thurnhof)
Zwei Dutzend neue, in den letzten Jahren entstandene Gedichte.
Waltraud Haas: »Mit der Axt in der Hand. Lyrik und Prosa« (Klever)
Gedichte aus den Jahren 2019 und 2020, vereint mit frühen und späten Prosastücken der Autorin.
Günther Kaip: »Rückwärts schweigt die Nacht. Lyrik und Prosa« (Klever)
»Aufgespannte Bilder werden in ihren Rahmen zerfetzt und ihre Reihenfolge wird vertauscht ...« (Günther Kaip)
Moderation: Manfred Müller
Oktober 22
Mo.
19:00
Petro Rychlo: ›Bukowinisch-Galizische Literaturstraße‹
Petro Rychlo: ›Bukowinisch-Galizische Literaturstraße‹ Ein deutsch-ukrainisches Kulturprojekt
Deutschsprachige Autor*innen wie Karl Emil Franzos, Joseph Roth, Soma Morgenstern, Hermann Kesten, Manès Sperber, Rose Ausländer, Gregor von Rezzori, Paul Celan, Salcia Landmann u. a. stammen aus den einstigen östlichsten Kronländern der k. u. k. Monarchie Galizien und der Bukowina und avancierten zu Klassikern der deutschsprachigen Literatur. In ihren Geburtsorten waren sie noch vor kurzem kaum bekannt. Das 2016 gestartete deutsch-ukrainische Kulturprojekt ›Bukowinisch-Galizische Literaturstraße‹ sieht seine Aufgabe darin, die Namen dieser Dichter*innen in der Ukraine zu entdecken.
In Kooperation mit dem Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) und dem oeaD-Kooperationsbüro Lemberg
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