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Mai 26
Fr.
10:00
Erika Mitterer
Die österreichische Schriftstellerin Erika Mitterer (1906–2001) ist zwar erst 1965 von der evangelischen Konfession zum Katholizismus konvertiert. Trotzdem kann ihr literarisches Werk im Kontext der gesamteuropäischen christlich-katholischen Renaissance der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gesehen werden. Die Tagung will dieses literarische Umfeld erkunden.
ZWEITER TAG
10:00 Uhr Ulrike Tanzer (Univ. Innsbruck): Grabenkämpfe im literarischen und theologischen Gelände. Zur Gründung und Positionierung des Otto-Müller-Verlags Salzburg
10:30 Uhr Thomas Pittrof (Kath. Univ. Eichstätt-Ingolstadt): Die Modernisierung und Internationalisierung der christlich(-katholischen) Literatur in Westdeutschland: Das Beispiel des Paulus-/Georg-Bitter-Verlags (Recklinghausen) in den 1950er- und 1960er Jahren.
11:30 Uhr Louise-Marie Jandl (Univ. Wien): »Die Marriot ist fromm geworden«. Emilie Matajas Novellensammlung Mit der Tonsur im Kontext der katholischen Literaturbewegung um 1900.
12:00 Uhr Markus Ender (Univ. Innsbruck): »Wegweiser für den mit seinem ganzen Sein einsatzbereiten Christen«: Ludwig von Ficker und der Brenner im Kontext des literarischen Katholizismus der Zwischenkriegszeit.
12:30 Uhr Lukas Pallitsch (Univ. Wien): Franz Werfels religiöse Schreibweise, Motive und Identität.
15:00 Uhr Astrid Nischkauer (Wien): Themen und Motive aus dem Katholizismus im Werk von Melitta Urbancic.
15:30 Uhr Torsten Voß (Univ. Klagenfurt:) Jeder Tag/Eintrag ein Bekenntnis? Inszenierungsformen katholischer Autorschaft in literarischen Tagebüchern des Renouvau catholique. Léon Bloy, Paul Claudel, Julien Green, Hugo Ball.
16:30 Uhr Christoph Fackelmann (Wien): Wort, Logos, stummes Zeichen – Lyrikpoetologien der Zwanziger- und Dreißigerjahre im Horizont eines »christlichen Realismus«.
17:00 Uhr Jörg Krappmann (Univ. Olmütz): Indifferenz oder Distanzierung? Erika Mitterer und die Verfahren des Magischen Realismus.
Gemeinsam mit der Erika Mitterer-Gesellschaft, mit Unterstützung des Landes Niederösterreich und der Stadt Wien
Mai 26
Do.
09:30
Erika Mitterer
Die österreichische Schriftstellerin Erika Mitterer (1906–2001) ist zwar erst 1965 von der evangelischen Konfession zum Katholizismus konvertiert. Trotzdem kann ihr literarisches Werk im Kontext der gesamteuropäischen christlich-katholischen Renaissance der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gesehen werden. Die Tagung will dieses literarische Umfeld erkunden.
ERSTER TAG
09:30 Uhr Eröffnung
10:00 Uhr Herwig Gottwald (Univ. Salzburg): Erika Mitterers katholische Sozialisation.
10:30 Uhr Lucjan Puchalski (Univ. Wrocław): Heimito von Doderers Konversion zum Katholizismus im Kontext seiner Tagebücher.
11:30 Uhr Waldemar Zacharasiewicz (Univ. Wien): Zur Rolle und Reichweite katholischer Erzähler:innen aus dem US-amerikanischen Süden.
12:00 Uhr Marek Rajch (Uniwersytet im. Adama Mickiewicza w Poznaniu): Deutsche katholische Schriftsteller und die literarische Zensur in der Volksrepublik Polen 1945–1955.
12:30 Uhr Aneta Jachimowicz (Univ. Olsztyn): Katholizismus und Papst Silvester II. in den Romanen von Teodor Parnicki und Gerhart Ellert – ein vergleichender Blick auf die Ideenwelt.
15:30 Uhr Frank Thomas Grub (Univ. Uppsala): Theodor Haeckers Tag- und Nachtbücher – eine Re-Lektüre im Lichte des Katholizismus.
16:00 Uhr Markus Kleinert (Carl Friedrich von Siemens Stiftung / München): Eine Herzensangelegenheit. Theodor Haeckers Theorie des Gefühls und literarische Praxis.
17:00 Uhr Ralf Georg Czapla (Univ. Heidelberg): Zwischen Volksverein und Mitterer-Kreis. Hans Leifhelm als katholischer Dichter.
Gemeinsam mit der Erika Mitterer-Gesellschaft, mit Unterstützung des Landes Niederösterreich und der Stadt Wien
Mai 26
Mi.
19:00
Erika Mitterer
Die österreichische Schriftstellerin Erika Mitterer (1906–2001) ist zwar erst 1965 von der evangelischen Konfession zum Katholizismus konvertiert. Trotzdem kann ihr literarisches Werk im Kontext der gesamteuropäischen christlich-katholischen Renaissance der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gesehen werden. Die Tagung will dieses literarische Umfeld erkunden.
ERÖFFNUNG
Präsentation einer »Zeitkapsel« aus Erika Mitterers Nachlass durch Nikola Herweg vom Deutschen Literaturarchiv Marbach.
Moderation: Hubert Arnim-Ellissen
Anschließend Austausch bei kleinem Buffet
Eine Anmeldung ist erforderlich: christoph.gstaltmeyr(at)erika-mitterer.org
Gemeinsam mit der Erika Mitterer-Gesellschaft, mit Unterstützung des Landes Niederösterreich und der Stadt Wien
Mai 25
Fr.
09:30
Jenseits der Parodien. Das Werk Robert Neumanns im Zeitalter der Extreme
2. TAG
09:30-11:00 Panel 3
Günther Stocker (Wien)
»Grimmiger Sarkasmus: Robert Neumanns Diaspora-Roman An den Wassern von Babylon«
Lukas Kosch (Wien)
»Marionetten des Kalten Kriegs – Form und Funktion der Figurencharakterisierung in Robert Neumanns Roman Die Puppen von Poshansk«
Moderation: Veronika Zwerger
11:30-13:00 Panel 4
Stefan Maurer & Cornelius Hermann (Wien)
»›Eine Attrappe, wieder einmal, ein grimmiger Witz!‹ Robert Neumanns Die dunkle Seite des Mondes«
Stephanie Marx (Wien)
»Neue Sachlichkeit von rechts? Robert Neumanns Roman Sintflut und seine Neuauflage«
Moderation: Julia Lückl
15:00-16:30 Panel 5
Michael Will (Würzburg)
»Robert Neumanns Fotogedichte der 1920er Jahre«
Oliver Benjamin Hemmerle (Ludwigsburg)
»Aufklärung(sversuch) durch Bilder: Der Hitler-Bildband Robert Neumanns«
Moderation: Lukas Kosch
Mai 25
Do.
19:00
Jenseits der Parodien. Das Werk Robert Neumanns im Zeitalter der Extreme
Robert Neumann: »An den Wassern von Babylon« (mit einem Nachwort von H. Wiesner; Jung und Jung)
»Man schreibt das Jahr 1938, ein Autobus quält sich über eine staubige Straße nach Palästina. Hinter denen, die der Zufall in diesem Gefährt zusammengewürfelt hat, liegen bewegte Vergangenheiten, vor ihnen eine ungewisse Zukunft […] Alle sind sie auf der Flucht, viele von ihnen schon seit langer Zeit.« (Verlag)
Karl-Markus Gauß und Günther Stocker sprechen über und lesen Passagen aus Robert Neumanns großem Exilroman.
Moderation: Manfred Müller
BlogbeitragMai 25
Do.
14:30
Jenseits der Parodien. Das Werk Robert Neumanns im Zeitalter der Extreme
Im Rahmen der wissenschaftlichen Tagung wird der Fokus auf Robert Neumanns literarische Auseinandersetzung mit den Krisen und Konflikten des 20. Jahrhunderts gelegt – vom Börsenkrach über Nationalsozialismus und Stalinismus bis zum Kalten Krieg und den Spannungen der deutschen und österreichischen Nachkriegsgesellschaft.
Gemeinsam mit dem Institut für Germanistik der Universität Wien und der Österreichischen Exilbibliothek im Literaturhaus Wien, gefördert von der Stadt Wien Kultur
1. TAG
14:30-16:00 Panel 1
Carl Junginger (Heidelberg)
»Robert Neumanns literarisches Engagement im Abwehrkampf gegen Antisemitismus«
Jacques Lajarrige (Toulouse)
»Robert Neumanns Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und der Shoah«
Moderation: Günther Stocker
16:30-18:00 Panel 2
Anne Maximiliane Jäger-Gogoll (Siegen)
»›Eine wahrhaft blutige Parodie auf Deutschland…‹ – Robert Neumanns Tatbestand (1965)«
Matthias Aumüller (Halle)
»›Neumann hat diese Art Monolog in deutscher Sprache zum ersten Mal gemacht‹ – Zur Geschichte des unzuverlässigen Erzählens«
Moderation: Manfred Müller
BlogbeitragMai 25
Do.
19:30
Stefanie Sargnagel
Gesten und andere körperliche Handlungen prägen Wirklichkeit und gestalten Beziehungen. Die Tagung ›Bodies in Action‹ widmet sich Gesten in all ihrer performativen Kraft aus der Perspektive zahlreicher geisteswissenschaftlicher Disziplinen.
In einer Lesung von Stefanie Sargnagel aus »Iowa« (Rowohlt) mit anschließendem Gespräch nähert sich dieser Abend körperlich-performativen Aspekten im Werk der Autorin.
Moderation: Clarissa Breu, Silke Felber, Sophie Schweiger
Im Rahmen von ›Bodies in Action: Gesture and the Interruption of Violence‹, in Kooperation mit dem Forschungszentrum Religion and Transformation, der Evangelisch-Theologischen Fakultät Wien, der Kunstuniversität Linz und dem Arbeitskreis Kulturanalyse, gefördert von der Stadt Wien Kultur
Dezember 23
Fr.
19:00
Milo Dor
Die Bedeutung von Milo Dor (1923–2005) für die österreichische Literatur nach 1945 steht in einem krassen Missverhältnis zu seinem heutigen Bekanntheitsgrad. Der in Budapest geborene Dor, der sich zeitlebens gegen Totalitarismen aller politischen Couleurs einsetzte, prägte als Autor u.a. der autobiografischen Trilogie »Raikow-Saga«, als Herausgeber und Übersetzer und nicht zuletzt durch seine Arbeit in bedeutenden literarischen Institutionen (IG Autorinnen Autoren, P.E.N.-Club) die österreichische Literatur der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
ERINNERUNGEN AN MILO DOR
Podiumsgespräch mit José Aníbal Campos, Marianne Gruber und Ivan Ivanji, mit Original-Tonaufnahmen Milo Dors aus verschiedenen Jahrzehnten.
Moderation: Cornelius Hell
Gemeinsam mit dem Literaturhaus Wien
BlogbeitragNovember 23
Do.
19:00
Milo Dor
Die Bedeutung von Milo Dor (1923–2005) für die österreichische Literatur nach 1945 steht in einem krassen Missverhältnis zu seinem heutigen Bekanntheitsgrad. Der in Budapest geborene Dor, der sich zeitlebens gegen Totalitarismen aller politischen Couleurs einsetzte, prägte als Autor u.a. der autobiografischen Trilogie »Raikow-Saga«, als Herausgeber und Übersetzer und nicht zuletzt durch seine Arbeit in bedeutenden literarischen Institutionen (IG Autorinnen Autoren, P.E.N.-Club) die österreichische Literatur der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
DER GROSSARTIGE ZEMAN STADLOBER LESEKLUB FEAT. MILO DOR
Literaturshow von und mit der Autorin Barbara Zeman und dem Schauspieler und Musiker Robert Stadlober.
Die Textauswahl quer durch Milo Dors schriftstellerisches Werk stammt von Stefan Maurer.
Musik: Culk
BlogbeitragSeptember 23
Fr.
09:30
Die Welten des Peter Henisch
Tag 3
9:30 – 11:00 Uhr
›PRODUKTIVE REZEPTION/TRADITIONEN‹ (Moderation Walter Grünzweig)
Thomas Antonic (konnte leider nicht teilnehmen) / Paul Pechmann (Wien): Vienna Connection: Peter Henisch und das ›Beat Movement‹
Paola Quadrelli (Mailand): Ironie und Möglichkeitssinn: Kritische und produktive Rezeption von E.T.A. Hoffmanns Leben und Werk bei Peter Henisch
Gerhard Fuchs (Graz): Peter Henischs »Suchbild mit Katze«
11:30 – 12:30 Uhr
›ERINNERUNGSKULTUR‹ (Moderation Walter Grünzweig)
Christoph Parry (Vaasa): Literatur-Geschichten – Peter Henischs Weg zum »Jahrhundertroman«
Stefan Alker-Windbichler (Graz): Manuskript, Depot und Asyl. Arbeitsweisen im »Jahrhundertroman« zwischen 20. Jahrhundert und Gegenwart
14:00 – 16:00 Uhr
›HENISCHS »DIE KLEINE FIGUR MEINES VATERS«‹ (Moderation Günther Stocker)
Jakub Gortat (Łódź): Nicht nur Vaterliteratur. Das Engagement von verschiedenen Medien in Wolfgang Glücks »Die kleine Figur meines Vaters« (1980) nach der gleichnamigen Erzählung von Peter Henisch
Monika Szczepaniak (Bydgoszczy): ›Aber du bist ein Seiltänzer, ganz wie ich‹. Flug, Levitation und Luftakrobatik als ambivalente Identitätsbilder in Peter Henischs »Die kleine Figur meines Vaters«.
Marcel Winter (Augsburg): ›Bloße Erinnerungsinseln in einem Meer von längst Vergessenem‹: Zum Erinnern im Werk Peter Henischs am Beispiel der Romane »Die kleine Figur meines Vaters« (1975) und »Eine sehr kleine Frau« (2007)
16:30 – 17:30 Uhr
›MUSIK BEI UND MIT PETER HENISCH‹ (Moderation Walter Grünzweig)
Werner Grünzweig (Berlin): Prima le parole, oder: Was es bedeutet, wenn Peter Henisch den Begriff ›Blues‹ verwendet
Robert Rotifer (Canterbury): ›Alles, was i mach‹ – Peter Henisch, der Singer-Songwriter
Anschließend Musik mit Peter Henisch und Band (Peter Strutzenberger, Bass / Hermann Posch, Gitarre / Franz Haselsteiner, Keyboard und Akkordeon)
Wissenschaftliche Leitung:
Walter Grünzweig (Dortmund), Wynfrid Kriegleder (Wien), Günther Stocker (Wien)
Veranstaltet von der Alten Schmiede,
dem Institut für Germanistik der Universität Wien
und der Österreichischen Gesellschaft für Literatur
In Kooperation mit:
Andrássy Universität Budapest, Fak. Kulturwissenschaften,
Technische Universität Dortmund
Verein Neugermanistik Wien, Bereich Kulturwissenschaften
