19
Jänner 26
Mo.
19:00

Österreichische Gesellschaft für Literatur, Herrengasse 5, 1010 Wien

 

Franz Grillparzer

LITERATUR.GESCHICHTE

Johann Sonnleitner: »Aas oder Frischfleisch.« Grillparzers »Weh dem, der lügt!« zwischen Lustspiel und Posse  

Die Ablehnung seines Lustspiels »Weh dem, der lügt!« am Burgtheater (1838) bedeutete für Franz Grillparzer einen tiefen und wohl auch traumatisierenden Einschnitt, den er in einem maliziösen Tagebucheintrag festhielt.  

Nach einer Systematisierung der zeitgenössischen Rezensionen, die die Komödie eher der Praxis der Vorstadttheater zuordnen und damit deren Scheitern zu erklären suchen, werden an diesem Abend die unerforschte Vorgeschichte dieses Gattungskonfliktes rekonstruiert und weitere Ursachen für die wütende Ablehnung der Komödie erläutert.

Eine Veranstaltung der Franz Grillparzer Gesellschaft 
 

21
Jänner 26
Mi.
19:00

Österreichische Gesellschaft für Literatur, Herrengasse 5, 1010 Wien

 

Ein Abend für Reinhard Urbach (1939–2025)

IN MEMORIAM

»Das Tolle ist, dass das Publikum mitspielt, nicht erlahmt, sondern neugierig bleibt«, so Reinhard Urbach 2025. 
Offenheit gegenüber dieser Neugier, aber auch gegenüber jüngerer Literatur und verschiedenen Schreibweisen zeichnete Reinhard Urbach über die Jahrzehnte stets aus.  Als Mitarbeiter und stellvertretender Leiter der ÖGfL (1968–1975), Gründer des Literaturreferats der Stadt Wien sowie des Literarischen Quartiers in der Alten Schmiede (1975–1977), (leitender) Dramaturg am Wiener Burgtheater (1977–1986) sowie als Direktor des Theaters der Jugend (1988–2002) prägte er zentrale Orte des Wiener Literaturgeschehens wesentlich mit.  


Zwei seiner Weggefährten – Kurt Neumann in der Alten Schmiede, Klemens Renoldner am Burgtheater – stellen Reinhard Urbachs Literatur- und Lektürekosmos in Lesungen und Gespräch in einer seiner ehemaligen Wirkungsstätten, der Literaturgesellschaft, vor.


Moderation: Manfred Müller

Gemeinsam mit dem Literarischen Quartier – Alte Schmiede 

22
Jänner 26
Do.
18:30

Deutsche Botschaft Wien, Metternichgasse 3 (Eingang Jaurèsgasse), 1030 Wien

 

Raphaëlle Red

DEBÜT / EUROPA.LITERATUR

Raphaëlle Red: »Adikou« (Rowohlt)  Eine Road-Novel über die Nachleben der Vergangenheit und darüber, was es bedeutet, zur eigenen Sprache zu finden.

Die in Paris geborene und in Berlin aufgewachsene Autorin Raphaëlle Red liest aus ihrem mit dem ›Prix PREMIERE‹ ausgezeichneten Debütroman und tritt mit ihrer ebenfalls prämierten Übersetzerin Patricia Klobusiczky in einen Dialog über den Roman, die Kunst des Übersetzens und ihre enge Zusammenarbeit, die es ermöglicht hat, diesen Text von einer Sprache in die andere zu tragen.  

Moderation: Cornelius Hell

Einlass: 18:00 Uhr.
Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich:  www.institutfrancais.at/events

Ein Abend in deutscher und französischer Sprache in Kooperation mit der deutschen und der französischen Botschaft sowie dem Institut français d‘Autriche.

27
Jänner 26
Di.
19:00

Österreichische Gesellschaft für Literatur, Herrengasse 5, 1010 Wien

 

Gregor von Rezzoris Archiv

AUTOR*INNEN.LEXIKON

Als einer der zu Unrecht vergessenen deutschsprachigen Autoren der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gilt der rumänisch-österreichische Schriftsteller und Filmschauspieler Gregor von Rezzori (1914–1998). Wie kaum ein anderer schuf er einen Mythos um seinen Herkunftsort (die österreichisch-ungarische Bukowina) und seinen späteren Status als Staatenloser.

Rezzoris Haus in der Toskana, das ihm in den letzten dreißig Jahren seines Lebens als Wohnsitz diente, bewahrt einen intakten literarischen Nachlass, der für die Erforschung des Werks und Lebens des Autors von enormer Bedeutung ist.
An diesem Abend wird von José Aníbal Campos zum ersten Mal eine Auswahl daraus in der Öffentlichkeit gezeigt: Fotos, Notizen aus Terminkalendern und Tagebüchern, Briefe und Telegramme mit Kommentaren, die diese Fundstücke in einen Kontext stellen und einen näheren Einblick in Leben und Werk des Autors aus der Bukowina geben.

Moderation: Manfred Müller

29
Jänner 26
Do.
19:00

Österreichische Gesellschaft für Literatur, Herrengasse 5, 1010 Wien

 

100 Jahre Ingeborg Bachmann

LITERATUR.GESCHICHTE

Ingeborg Bachmann: »Ein Ort für Zufälle« (hg. von Martina Wörgötter; Salzburger Bachmann Edition, Suhrkamp)

Mit ihrem Berlin-Text »Ein Ort für Zufälle«, basierend auf ihrer Dankesrede für den Büchner-Preis 1964,  legte Ingeborg Bachmann 1965 einen ihrer »gewagtesten und experimentellsten Texte« vor. (Verlag)

Martina Wörgötter spricht über die von ihr herausgegebene Edition, die die zeitgeschichtlichen und poetologischen Hintergründe erläutert und neu entdeckte Archiv-Materialien dokumentiert.

Lesung: Dörte Lyssewski
Moderation: Manfred Müller