November 26
Di.
19:00
Österreichische Gesellschaft für Literatur, Herrengasse 5, 1010 Wien
Alois Hotschnig
16. Abend der literarischen KAFKA.LEKTÜREN mit Alois Hotschnig
»Darauf antwortete ich noch immer, wenn ich mich wirklich fragte« (Franz Kafka)
Alois Hotschnig liest und kommentiert zwei Stellen aus Franz Kafkas Tagebüchern und spricht über die Funktion des Tagebuchs als Textlabor, als möglicher Textantrieb, als Initialzündungs-Voraussetzung bzw. -Möglichkeit bei Kafka sowie über dessen Bedeutung für die eigene literarische Arbeit. Das Publikum kann die ausgewählte Tagebuchstelle mitlesen und ist herzlich eingeladen, sich am Gespräch zu beteiligen.
Moderation und Gespräch: Manfred Müller
Gemeinsam mit der Österreichischen Franz Kafka-Gesellschaft
November 26
Mi.
11:49
Österreichische Gesellschaft für Literatur, Herrengasse 5, 1010 Wien
VERSCHOBEN AUF 2027
Daniel Böswirth: »vexierkavalier. moritaten, lieder, psychogramme« (Edition Melos)
Katharina J. Ferner: »salamanderin« (Limbus Lyrik)
In der Reihe ›VERSsprechen‹ lädt Semier Insayif jeweils zwei Dichter/Dichterinnen ein, um mit ihnen um mit ihnen ins Gespräch zu kommen über ihre Gedichte, über den Stellenwert der Poesie in ihrem Leben, über die Positionierung der Poesie in der gegenwärtigen Literatur und mehr…
Im Zentrum dieses Abends stehen zwei Gedichtbände, die auf unterschiedliche Art und Weise den Dialekt in die eigene Poesie bringen und positionieren. Welche Bedeutungen und Funktionen generieren die Dialekte jeweils in der Poesie der Dichterin Katharina J. Ferner und dem Dichter Daniel Böswirth und was für eine Rolle spielen sie spezifisch in den letzten Publikationen der beiden? Wie unterscheiden sich Dialekte voneinander, wie hier ein Salzburger und ein Wiener Dialekt. Welche Überlappungen, welche wesentlichen Unterschiede kann man feststellen?
Es lesen und sprechen Daniel Böswirth und Katharina J. Ferner.
Leider muss diese Veranstaltung verschoben werden, wir suchen nach einem neuen Termin im kommenden Jahr.
November 26
Mo.
19:00
Café Decentral, Freyung 3/1, 1010 Wien
Annemarie Andre und Isabella Feimer
Annemarie Andre: »Vaters Trophäen« (müry salzmann)
In der Fortsetzung von Annemarie Andres Debüt »Nacktschnecken« reist die Protagonistin zur Testamentseröffnung ihres verstorbenen Vaters an. Wer war dieser Mann und »zu welchen Menschen sind seine Kinder geworden?«(Verlag)
Isabella Feimer: »Dreiundsiebzig Quadratmeter« (Haymon)
Ein Roman über den überraschenden Tod der Mutter und die Rückkehr in jene »dreiundsiebzig Quadratmeter«, in denen »alles wie früher und doch anders« ist. (Verlag)
Moderation: Ines Scholz
Gemeinsam mit dem Café Central Wien. Die Veranstaltung findet in der Dependance Café Decentral statt.
November 26
Do.
19:00
Österreichische Gesellschaft für Literatur, Herrengasse 5, 1010 Wien
Gustav Ernst
Gustav Ernst: »Arbeiterkino. Eine Jugend in Favoriten« (Sonderzahl)
Anhand von Erinnerungssplittern an zentrale Schauplätze seiner Kindheit im zehnten Wiener Gemeindebezirk und aktuellen Reflexionen zeichnet der Autor »eine imaginäre Topografie eines ganzen Bezirks: ein Arbeiterkino der Nachkriegszeit«. (Verlag)
Moderation: Manfred Müller
November 26
Di.
19:00
Österreichische Gesellschaft für Literatur, Herrengasse 5, 1010 Wien
60 Jahre Literatur und Kritik
Die Salzburger Zeitschrift ›Literatur und Kritik‹ feiert in diesem Jahr ihren 60. Geburtstag. 1966 gegründet, in den Anfangsjahren als »offiziöse Literaturzeitschrift« Österreichs (so Renate Langer) apostrophiert, schärfte sie mit dem Herausgeber Karl-Markus Gauß ihr Profil ab 1991 als Organ für österreichische junge Literatur sowie Literatur aus südosteuropäischen Ländern.
Diese Traditionslinie führt die seit 2025 neue Herausgeberin Birgit Müller-Wieland fort, frische Akzente werden mit Rubriken wie ›Diskurs‹, ›(M)EIN BUCH‹ oder ›Über das Schreiben‹ sowie Schwerpunktthemen wie ›Schwarze Stimmen‹ gesetzt.
An diesem Abend spricht Birgit Müller-Wieland über die Zeitschrift. Evelyn Bubich und Paul-Henri Campbell lesen aus dem Jubiläumsheft.
Moderation: Nicole Kiefer
November 26
Mi.
10:00
Österreichische Gesellschaft für Literatur, Herrengasse 5, 1010 Wien
Else Jerusalem
Else Jerusalem (1876–1943) ist eine wichtige feministische Stimme der Wiener Moderne, die erst in den letzten Jahren wiederentdeckt wurde. Besonders viel Beachtung fand ihr Bordellroman »Der heilige Skarabäus«, eine ebenso akribische wie künstlerisch anspruchsvolle Milieustudie, die 1909 zum internationalen Bestseller avancierte. Weniger bekannt ist hingegen, dass die Autorin auch zahlreiche exzellente Novellen und Feuilletons schrieb. Bereits 1911 emigrierte Jerusalem nach Argentinien. Dass sie danach fast ein Jahrhundert lang in Vergessenheit geraten konnte, hängt maßgeblich mit den nationalsozialistischen Bücherverbrennungen zusammen, denen auch ihre Werke zum Opfer fielen. Jerusalems kürzere, weit verstreute Schriften wurden bislang weder gesammelt noch waren sie ohne Weiteres zugänglich. Mit der Anthologie »Venus am Kreuz«, die zum 150. Geburtstag der Autorin erscheint, erschließen Szilvia Gellai und Kira Kaufmann diese verborgenen Werkschichten. Der Jubiläumsband dient als Anlass für ein eintägiges Symposium, das sich Jerusalems vielfältigem Schaffen widmet und zur Auseinandersetzung mit ihrem Werk einlädt.
10:00 Uhr
Szilvia Gellai und Kira Kaufmann (Wien): Begrüßung und Eröffnung – »Venus am Kreuz«. Einblicke in Else Jerusalems Werk
11:00 Uhr
Liliana Ruth Feierstein (Berlin): Else Jerusalem im Kontext der jüdisch-argentinischen Moderne
13:30 Uhr
Brigitte Spreitzer (Graz): Da erhebt der Schlampen in dir siegreich das Haupt. Privatbriefe an und von Else Jerusalem in der Privatsammlung ihrer Enkelin
14:30 Uhr
Elisabeth Flucher (Greifswald): Sexualität und Wahrheit. Else Jerusalem als Kulturtheoretikerin der Moderne – mit Nietzsche
16:00 Uhr
Roland Innerhofer (Wien): Innerer Monolog, Beichte, Selbstlebensbeschreibung? Zu Else Jerusalems »Venus am Kreuz«
Gemeinsam mit dem Verein für Neugermanistik Wien
November 26
Mi.
19:00
Österreichische Gesellschaft für Literatur, Herrengasse 5, 1010 Wien
Else Jerusalem
Else Jerusalem: »Venus am Kreuz. Novellen, Feuilletons und andere Prosatexte« (hg. von Szilvia Gellai und Kira Kaufmann; Böhlau)
Im Rahmen des eintägigen Symposions führt eine Abendveranstaltung mit Lesung und Podiumsdiskussion näher an Else Jerusalems kluge und eigenwillige Texte heran. Szilvia Gellai und Kira Kaufmann sprechen über die von ihnen herausgegebene Anthologie.
Lesung: Karoline Reinke, unter Mitwirkung von Liliana Ruth Feierstein
Moderation: Daniela Strigl
Gemeinsam mit dem Verein für Neugermanistik Wien
November 26
Do.
19:00
Österreichische Gesellschaft für Literatur, Herrengasse 5, 1010 Wien
Carolina Schutti und Brita Steinwendtner
Carolina Schutti: »Relative Ruhe. Eine Annäherung« (Droschl)
Ein Band, der Menschheitsverbrechen ins Zentrum setzt und durch »Erinnerung, Erzählung, historische Dokumente und eigene Beobachtungen« Vergangenes und Gegenwärtiges zusammenbringt. (Verlag)
Brita Steinwendtner: »Am Weiher« (Otto Müller)
Entlang des Weihers, des »Gedächtnisses Europas«, erzählt die Autorin von den Leben verschiedener Frauenfiguren über Generationen hinweg »Geschichten und Geschichte«. (Verlag)
Moderation: Manfred Müller
November 26
Do.
19:00
Österreichische Gesellschaft für Literatur, Herrengasse 5, 1010 Wien
Roberta Dapunt
Roberta Dapunt: »Das Wort gegenüber | Il verbo di fronte. Gedichte Deutsch/Italienisch« (übers. von Alma Valazza; Folio)
»Zwischen persönlicher Trauer und politischer Empörung« hinterfragt die Südtiroler Autorin in ihrem neuen Lyrikband »die Macht der Sprache und die Werte unserer Zeit.« (Verlag)
Moderation: Manfred Müller
Gemeinsam mit dem Italienischen Kulturinstitut Wien
im Rahmen der Buch Wien 2026
November 26
Fr.
19:00
Österreichische Gesellschaft für Literatur, Herrengasse 5, 1010 Wien
Marko Gregur und Ena Katarina Haler
Marko Gregur: »Vošicki« (übers. von B. Radas; Wieser)
Ena Katarina Haler: »Die Schuldlosen« (übers. von K. D. Olof; Folio)
Zwei kroatische Autor*innen, zwei Blicke auf Geschichte und Verantwortung, zwei Romane: Der eine führt in einen von Nachkrieg und Schweigen geprägten Grenzraum, der andere folgt dem Leben des Verlegers Vinko Vošicki.
Dolmetsch: Mascha Dabić
Lesung: Nikolaus Kinsky
Moderation: Günter Kaindlstorfer
Gemeinsam mit TRADUKI und dem Ministerium für Kultur und Medien der Republik Kroatien
im Rahmen der Buch Wien 2026
November 26
Sa.
11:00
Messe Wien, Hallen D, Donau Lounge, 1020, Trabrennstraße/U2 Station Krieau
Kultur der Begegnung
»Kultur der Begegnung. Die Österreich-Bibliotheken im Ausland im Porträt« (hg. von Elisabeth Marinkovic, Manfred Müller und Lukas Marcel Vosicky; Sonderzahl)
Podiumsdiskussion mit Penka Angelova, Karl-Markus Gauß, Gabriella Lakfalviné Szögedi und Elisabeth Marinkovic.
Moderation: Cornelius Hell
Gemeinsam mit dem BMEIA
November 26
Sa.
17:00
Messe Wien, Hallen D, Donau Lounge, 1020, Trabrennstraße/U2 Station Krieau
Warum braucht Demokratie Literatur?
»Warum braucht Demokratie Literatur? Kunst in Krisenzeiten« (hg. von Elke Atzler und Manfred Müller; Luftschacht)
Gespräch mit Elke Atzler und Regina Rusz (BMEIA); Lesung von Laura Freudenthaler und Stefan Kutzenberger.
Moderation: Manfred Müller
Gemeinsam mit dem BMEIA
