Februar 17
Mi.
19:00
Österreichische Gesellschaft für Literatur, Herrengasse 5, 1010 Wien
EUROPA.LITERATUR
Markéta Pilátová: »Tsunami Blues« (Aus dem Tschechischen von Mirko Kraetsch; Braumüller)
»Ein Buch über das Ende der Jugend und den Verlust von Illusionen, über tschechische Spuren auf Kuba, aber auch über eine Reise, die zu einem neuen Leben führt.« (Verlag)
Deutschsprachige Lesung, Dolmetscherin: Anna Novak
Moderation: Ursula Ebel
Gemeinsam mit dem Tschechischen Zentrum
Februar 17
Do.
18:30
Franz Kafka Studien- und Gedenkraum, Hauptstraße 187, 3400 Klosterneuburg/Kierling
Ein Landarzt
Ende November 1916 bis April 1917 fand Franz Kafka in dem von seiner Schwester Ottla im Alchimistengässchen am Hradschin in Prag angemieteten Häuschen einen neuen inspirierenden Ort für sein abendliches Schreiben. Es entstand in dieser intensiven Arbeitsphase eine ganze Reihe faszinierender Texte, von denen ein Teil in den Erzählband "Ein Landarzt" (1920) aufgenommen wurde. Die Lesung umfasst sowohl Erzählungen aus dem Landarzt-Band selbst als auch andere Texte aus dem Nachlass, die in der selben Zeit entstanden sind.
Einleitende Worte: Alfred Schmidt
Lesung und Rezitation: Charlotte Spitzer
Textauswahl: Alfred Schmidt und Charlotte Spitzer
Im Anschluss an die Lesung gibt es die Gelegenheit miteinander ins Gespräch zu kommen.
„Und ich ging in diesem Zustand in Ottlas Haus, das damals gerade fertig geworden war. Es hatte viele Mängel des Anfangs, ich habe nicht Zeit genug, um die Entwicklung zu erzählen. Heute entspricht es mir ganz und gar. In allem: der schöne Weg hinauf, die Stille dort, von einem Nachbar trennt mich nur eine sehr dünne Wand, aber der Nachbar ist still genug; ich trage mir das Abendessen hinauf und bin dort meistens bis Mitternacht; dann der Vorzug des Weges nach Hause: ich muß mich entschließen aufzuhören, ich habe dann den Weg, der mir den Kopf kühlt. Und das Leben dort: es ist etwas Besonderes, sein Haus zu haben, hinter der Welt die Tür nicht des Zimmers, nicht der Wohnung, sondern gleich des Hauses abzusperren; aus der Wohnungstür geradezu in den Schnee der stillen Gasse zu treten“.
(Aus einem Brief an Felice Bauer, Ende 1916, Anfang 1917 geschrieben – Franz Kafka: Briefe an Felice. Fischer TB Verlag, Frankfurt am Main, 11. Auflage, 2009, S.751)
Februar 17
Di.
19:00
Österreichische Gesellschaft für Literatur, Herrengasse 5, 1010 Wien
Natalka Sniadanko
Natalka Sniadanko: »Sammlung der Leidenschaften« (Aus dem Ukrainischen von Anja Lutter; Haymon)
»Olessja, intelligent und selbstbewusst, beginnt sich ernsthafte Gedanken über Leben, Liebe, Leidenschaften zu machen und beschließt, der Übersicht halber eine ›Sammlung der Leidenschaften‹ anzulegen – eine höchst amüsante Studie der ukrainischen Gesellschaft unter besonderer Berücksichtigung des männlichen Teils.« (Verlag)
Im Gespräch mit der Autorin: Cornelius Hell
Moderation: Manfred Müller
Februar 17
Fr.
19:00
Österreichische Gesellschaft für Literatur, Herrengasse 5, 1010 Wien
LITERATUR.GESCHICHTE
ROBERT MUSIL
Birgit Nübel und Norbert Christian Wolf präsentieren das von ihnen herausgegebene »Robert-Musil-Handbuch« (Walter de Gruyter).
Walter Fanta stellt die von ihm herausgegebene neue »Robert Musil-Gesamtausgabe in zwölf Bänden« (Jung und Jung) vor.
Weiters sprechen Roland Innerhofer, Maren Lickhardt und Burkhardt Wolf.
Moderation: Peter Plener
Gem. mit dem Institut für Germanistik der Universität Wien
Im Anschluss Erfrischungen
Februar 17
Di.
19:00
Österreichische Gesellschaft für Literatur, Herrengasse 5, 1010 Wien
LITERATUR.GESCHICHTE
ZUM 75. TODESTAG STEFAN ZWEIGS (1)
»Thomas Mann – Stefan Zweig. Briefwechsel, Dokumente und Schnittpunkte«, hg. von Katrin Bedenig und Franz Zeder (Vittorio Klostermann)
Franz Zeder, Mitherausgeber und Verfasser des zweiten Teils des Bandes, einer ausführlichen chronologischen Darstellung, spricht mit Ulrich Weinzierl über die erstmalige vollständige Publikation des Briefwechsels zweier der bedeutendsten Autoren des 20. Jahrhunderts.
Moderation: Manfred Müller
Februar 17
Mi.
19:00
Österreichische Gesellschaft für Literatur, Herrengasse 5, 1010 Wien
LITERATUR.GESCHICHTE
ZUM 75. TODESTAG STEFAN ZWEIGS (2)
›Zuletzt – noch einmal Österreich!‹
Klemens Renoldner spricht über das Österreich-Bild Stefan Zweigs aus der Perspektive und den Werken des Exils. In Rückblenden auf die Wiener und österreichischen Jahre Zweigs spielen Hofmannsthal, Kraus und Freud ebenso eine Rolle wie verschiedene Zweig-Gegner.
Peter Vilnai liest ausgewählte Passagen aus den erwähnten Texten Stefan Zweigs.
Moderation: Marianne Gruber
Februar 17
Do.
19:00
Österreichische Gesellschaft für Literatur, Herrengasse 5, 1010 Wien
NEUE ÖSTERREICHISCHE LITERATUR
Gudrun Büchler: »Koryphäen« (Septime)
Ein Roman über den Konflikt zwischen dem Individuum und einem alles kontrollierenden System – oder, anders gesagt: zwischen dem grenzenlosen menschlichen Bewusstsein und einer Datenbank voller genetischer Informationen, gesammelt jenseits von Datenschutz und Menschenrechten.
»Menschen können zwar getötet werden, aber kein Gedanke, der einmal gedacht worden ist.«
Lukas Schiemer (Saxes, Reeds) und Marc Vogel (Drums) begleiten, ergänzen, spielen ...
Moderation: Manfred Müller
